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Die Newsline der HORIZONT-Chefredaktion


Freitag, 11. September 2020

 
Horizont Die Woche

Eva-Maria Schmidt

 
 

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HORIZONT
Brauchen die deutschen Agenturen eine Frauenquote? Ja, sagt Scholz & Friends. Als erste deutsche Werbeagentur führt die WPP-Tochter eine Frauenquote ein. Bis Ende 2022 soll die Hälfte aller Führungskräfte weiblich sein. Dass Scholz & Friends etwas unternimmt, um mehr Gleichstellung herzzustellen, verwundert nach der Debatte um Diskriminierung von Frauen und sexistische Vorfälle nicht. Was aber erstaunt, ist die Konsequenz, mit der die Führung auf sie reagiert. Die Reaktion stützt die These, dass ohne die Unterstützung des obersten Führungsgremiums und vielleicht auch ohne Quote nicht viel passiert, geht es um die Förderung von Frauen und mehr Diversity. Zu dieser Erkenntnis ist offenbar auch der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA gelangt, der in seinem Vorstand das neue Ressort „Gleichstellung, Diversität Inklusion“ geschaffen hat, dessen Leitung Larissa Pohl, hauptberuflich CEO bei Wunderman Thompson, übernimmt. Als erste Maßnahme will Pohl eine Grundlagenstudie anstoßen, in der Echtzeitdaten darüber verfügbar sind, wie es um die Mitarbeiterstruktur in Agenturen bestellt ist. Bislang liegen dazu nur wenige Daten vor – und die offenbaren ernüchterndes: In deutschen Agenturen steigen die Zahlen von Frauen in Führungspositionen nicht. Zwischen den beiden letzten Erhebungswellen der HRM-Studie des GWA ist ihre Zahl im General Management sogar gesunken, auf gerade mal 2,9 Prozent im Jahr 2017. → Jetzt im E-Paper lesen
 
Science Photo Library / Imago Images ; Montage: HORIZONT
Scholz & Friends hat sich ein unglaublich ambitioniertes Ziel gesetzt. Deshalb werden den Verlauf des Projekts auch viele in der Kommunikationsbranche genau beobachten. Denn auch führende Köpfe klassischer Leitmedien, von Marketingorganisationen, Start-ups und anderer Agenturen haben noch einen weiten Weg vor sich, wollen sie echte Gleichstellung und Diversität erreichen. Ein Beispiel liefert Andreas Wolfers, ehemals Leiter der Hamburger Nannen Schule. Von HORIZONT-Autorin Ulrike Simon nach Fehlern gefragt, die er in den 12 Jahren an der Spitze der Journalisten-Schule gemacht habe, antwortet Wolfers, „bestimmt habe er Fehler gemacht“. Zum Beispiel habe es die Schule nicht hinbekommen, bei der Auswahl der Schüler*innen die Vielfalt unserer Gesellschaft abzubilden. Auch wenn es durchaus beunruhigend ist, was Wolfers in dem Gespräch zu Journalismus und Debattenkultberichtet, schließt er dennoch versöhnlich und rät zu mehr Gelassenheit.→ Jetzt im E-Paper lesen
 
Vertriebs- und Marketingvorstand bei BMW: Pieter Nota
BMW
Ein bisschen mehr Gelassenheit dürfte sich bei drei Agenturen in dieser Woche ausbreiten, die sich in einem der Mega-Pitches dieses ungewöhnlichen Jahres durchgesetzt haben: Serviceplan, Berylls Strategy Advisors und Mediamonks teilen sich künftig das 300 Millionen Euro schwere Budget von BMW für Europa. Aber auch für andere Agenturen dürfte die Entscheidung ein positives Signal sein, da sich die Beratungsfirma Accenture nicht durchsetzen konnte. Offenbar haben Agenturen noch immer Chancen, sich große Mandate zu sichern, auch wenn Themen wie Automatisierung, Digitalisierung und Zentralisierung mit entscheidend zu den Anforderungen der Werbungtreibenden gehören. → Jetzt auf HORIZONT online lesen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre,

Ihre
signatur

Eva-Maria Schmidt
Chefredaktion HORIZONT

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