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Die Newsline der HORIZONT-Chefredaktion


Donnerstag, 09. Januar 2020

 
Horizont Die Woche

Volker Schütz

 
 

Liebe Leserinnen und Leser

 

die Weihnachtspause ist vorbei, und ich hoffe, Sie sind gut ins neue Jahr gerutscht. Strenggenommen starten wir ja nicht nur in ein neues Jahr, sondern in ein neues Jahrzehnt. "Auf in die 20er" heißt deshalb unser Redaktionsmotto in den nächsten Wochen. Und wir möchten Sie einladen, auch in den Roaring Twenties mit uns über die Themen in der Branche zu diskutieren. Ich bin mir sicher: Gesprächsstoff gibt es genug.

Zum Beispiel über die Frage: Haben Agenturen den technologischen Anschluss verloren? Dieses Thema ist seit dem Schulterschluss zwischen BBDO und Google vor drei Jahren – Google bekam bei der Entwicklung von Digitalkampagnen einen Platz im Kreativteam von BBDO – eines der meistdiskutierten Topics der Kreativszene. Allmählich zeigt sich: Die Fragestellung ist zu kurz gegriffen. Nicht nur Agenturen stecken mitten in einer grundlegenden Veränderung. Auch das Marketing befindet sich, positiv formuliert, im Umbruch; negativ formuliert sogar in der Krise, wie der Ex-JvM-Vorstand und derzeitige BMW-Berater Thomas Strerath in einem "New Business"-Kommentar befand.
Wer nun behauptet zu wissen, wie Markenkommunikation in Zukunft genau aussehen wird, ist im besten Fall ein Trendforscher, im schlimmsten Fall ein Scharlatan.
Was man sagen kann: Werbung – ein altertümliches Wort für die höchst komplexe Ansprache von Konsumenten – wird künftig dynamisch, automatisiert und, wo möglich, hoch personalisiert angelegt sein. Damit nicht genug: Entgegen vieler Annahmen schlägt Technologie nicht Kreativität. Im Gegenteil. Kreativität wird wichtiger denn je. Freilich ist dies eine andere Kreativität als im Zeitalter von Print und Privat-TV. Da kam es auf die Idee an, die in 4c-Anzeigen so gut transportiert werden konnte wie in einem 30-Sekünder. Nun lösen Daten, Künstliche Intelligenz und das Zusammenspiel unterschiedlicher Abteilungen und Dienstleister die geniale Einzelleistung ab.
Statt nur darüber zu sinnieren, ob und warum Agenturen den technologischen Anschluss versäumt haben, lautet das eigentliche Thema, das die Kreativszene beschäftigen wird: Wie können alle am Marketingprozess Beteiligten Kreativität und Technologie ganzheitlich denken, integrieren und umsetzen? Diese Diskussion begleitet HORIZONT in Print und Online, und auf Events. Den Anfang macht der Deutsche Medienkongress am 29. und 30. Januar. → In diesem Sinne: Auf in die 20er, auf zum Medienkongress!
 
Colin Anderson Blend Images/Fotolia
Es gehört zur guten Tradition von HORIZONT, zum Jahresbeginn einen Blick in die Glaskugel zu werfen: Was wird Hype? Was wird Business? Wir haben zehn Thesen für 2020 für Sie zusammengestellt: Das werden die Trends der nächsten Monate – oder? Bitte urteilen Sie selbst! → Jetzt im E-Paper lesen
 
Julian Reichelt will Bild zur erfolgreichen TV-Marke machen
Axel Springer
Über Julian Reichelt kann man sagen, was man will. Doch der Mann hat Visionen. Mit Bild Digital Live TV will der Chefredakteur die Marke in die Zukunft führen. Was genau ihm vorschwebt, erläuterte er zum Jahreswechsel seinem Team. HORIZONT dokumentiert das Schreiben im Wortlaut. → Jetzt im E-Paper lesen

Ich wünsche eine interessante Lektüre, auf Papier, Online oder im E-Paper,

Ihr
signatur

Volker Schütz
Chefredaktion HORIZONT

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