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Die Newsline der HORIZONT-Chefredaktion


Donnerstag, 17. Oktober 2019

 
Horizont Die Woche

Eva-Maria Schmidt

 
 

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Superfrauen werden noch lange nicht super gefördert
Danomyte_Fotolia
Zurück von der ersten Bilanzkonferenz in der neuen Unternehmenszentrale bei Zalando im Frühjahr dieses Jahres, berichtete unser Redakteur, der rein männliche Vorstand werde um zwei weitere Männer erweitert. Die Fragen, die Zalando sich vor Ort und später von Nutzern digital stellen lassen musste, waren deutlich und lassen
sich inhaltlich unter dem Schlagwort „Fehlende Gleichstellung“ zusammenfassen. Die damalige Antwort von Zalando bestätigte den Vorwurf, gab sie doch einfach die lahme Mär von fehlenden, ausreichend qualifizierten Frauen wider. 70 Jahre nach der Formulierung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz, immerhin drei Jahre nach Einführung einer Frauenquote für Aufsichtsräte und angesichts der Vielzahl qualifizierter Absolventinnen deutscher und internationaler Hochschulen ist das aber keine Antwort, sondern eine Ausrede. Natürlich hätte jedes Unternehmen seit Jahrzehnten die Möglichkeit gehabt, weibliche Führungskräfte, Geschäftsführerinnen, Vorständinnen und Aufsichtsrätinnen aufzubauen – auch Zalando ist bereits seit zehn Jahren am Markt. Man(n) hat sich bislang dagegen entschieden. Bei Zalando waren 2018 etwa zwei Drittel aller Führungskräfte Männer – je höher die Führungsebene, desto geringer der Frauenanteil.
Nun überrascht das Berliner MDax-Unternehmen mit der Einführung einer Geschlechterquote für sein Management: Auf den sechs oberen Führungsebenen solle bis Ende 2023 ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern erreicht werden. Das ist endlich gerechter für die vielen Frauen, die bei Zalando einen guten Job machen. Die Entscheidung ist aber auch ein wertvolles Signal - auch wenn die Umsetzung der Vorgabe eine echte Herausforderung für die Unternehmenskultur ist. Dennoch: Genau wie Role Models wichtig sind, um Mädchen und Frauen zu zeigen, was möglich ist, kann ein Beispiel wie Zalando als Vorbild für Männer in Führungspositionen dienen. Zumal das Unternehmen sich nicht auf 30 Prozent beschränkt, sondern zwischen 40 und 60 Prozent der Führungsjobs mit Frauen besetzen will. Mehr davon! → Jetzt in HORIZONT Online lesen
 
Christof Baron
Pilot Frankfurt
"Besoffenheit, Hangover, Konterbier. Oder doch besser Wasser?" Christof Baron hat schon öfter im Interview mit HORIZONT oder als unser Gastautor mit seinen Thesen zur (digitalen) Werbewirtschaft provoziert. Auch in dieser Woche. In seinem Text "Im digitalen Lala-Land" zieht der ehemalige Minshare- und Sanofi-Manager eine kritische Bilanz der Online-Werbung. Erkenntnisse würden auf dem Scheiterhaufen des Buzzwords 'Transformation' geopfert und viel Geld im System komme nicht dort an, wo es hin sollte, sind nur zwei seiner Kritikpunkte. Eine Zukunft für alle können nur mit einem "New Deal zwischen Plattformbetreibern und Publishern, Werbungtreibenden und Agenturen" gelingen. → Jetzt im E-Paper lesen

Unser Report dreht sich in dieser Woche um das boomende Geschäft E-Commerce. Der digitale Handel wird von einigen der spannendsten Themen unserer Branche getrieben: Daten oder Big Data oder Smart Data gehört dazu, genau wie Plattformen und dynamische Preise. → Jetzt im E-Paper lesen

Ich wünsche eine interessante Lektüre, auf Papier, Online oder im E-Paper,

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Eva-Maria Schmidt
Chefredaktion HORIZONT

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