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Die Newsline der HORIZONT-Chefredaktion


Donnerstag, 10. Oktober 2019

 
Horizont Die Woche

Uwe Vorkötter

 
 

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Ein Magazin rund ums Business mit Sport
HORIZONT
heute Abend haben wir Gäste eingeladen. Etwa hundert Menschen aus der C-Lounge des Sportbusiness: die Chefs von Vereinen, Ligen und TV-Sendern, große Sponsoren, Businesspeople und Sportler. Im ehrwürdigen Ruderclub Germania, direkt am Frankfurter Mainufer, vergeben wir die HORIZONT Sportbusiness
Awards – an den Sponsor des Jahres (SAP), das Medium des Jahres (Eurosport) und an die Player des Jahres (Fredi Bobic und Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt). Zur Feier des Tages haben wir ein Magazin produziert, das Ihrer heutigen HORIZONT-Ausgabe beiliegt. Darin sprechen die beiden Eintracht-Vorstände über den Fußball, das Geschäft, die Fans.
"Wir haben eine leidenschaftliche Fanszene", sagt Axel Hellmann. "Ich nehme aber ein großes Verantwortungsgefühl in der Fanszene für diesen Verein wahr." Umgekehrt respektiere die Clubführung, "dass bei uns die Fankultur von den Fans gemacht wird". Jeder macht seinen Job, das klingt perfekt. Kaum war unser Magazin gedruckt, gerieten diese Aussagen in den Stresstest der Realität. Als bekannt wurde, dass der Ex-Nationalspieler Andreas "Andy" Möller künftig die Nachwuchs-Arbeit der Eintracht leiten soll, entrollten die Hardcore-Fans im Stadion allerlei Protestplakate (Verräter, Hurensohn, Persona non grata). Möllers Fehler: Er hat in seiner Karriere irgendwann einmal einen Fuß auf Offenbacher Territorium gesetzt, was für jeden ordentlichen Eintracht-Ultra ein No Go ist.
Das Ganze ist auch, aber nicht nur eine Posse. Die Spannung zwischen dem Entertainment-Business Fußball und dem Traditionssport Fußball ist in unseren Stadien mit Händen zu greifen. Und je schneller die Entertainisierung des Sports voranschreitet, desto lauter wird der Protest dagegen. Man kann sich jetzt aufregen über die ewiggestrigen Fußball-Romantiker, die selbsternannten Hüter der Fankultur, das ganze Ultrallala.
Wenn allerdings in der nächsten Sponsoren-Präsentation die besondere Werbewirkung der Bande mit der extremen Loyalität der Anhänger zu ihrem Verein begründet wird, wenn das Stadion zum Point of Emotion stilisiert wird, wenn Leidenschaft und Treue als Verkaufsargument eine unschlagbare Verbindung eingehen, dann sollte man nicht vergessen, dass es genau diese Fans sind, die dafür sorgen, dass der Fußball nicht nur irgendeine Plattform unter vielen ist, auf der das Marketing sein Spiel spielt.
Management und organisierte Fans, das passt nicht inmmer reibungslos zusammen. Dann muss das Management die Reibung ertragen - und moderieren. Denn natürlich können Hellmann und Bobic die Entscheidung für den Nachwuchs-Chef nicht den Fans überlassen. Vielleicht hilft ihnen in der Diskussion der Rückblick auf einen anderen Fall: München 2011. In der Allianz-Arena hielten tausende Fans - bis weit in die bürgerlichen Kreise auf der Osttribüne - Pappschilder mit der Aufschrift "Koan Neuer" hoch. Manuel Neuer war gerade von Schalke 04 zu den Bayern gewechselt. Und aus der Sicht der Bayern-Ultras ist Gelsenkirchen auch so eine Art Offenbach. Nachträglich betrachtet, war das wohl die peinlichste Fan-Aktion aller Zeiten. Denn wenn heute irgendjemand zu sagen wagt, ein anderer Torwart, nennen wir ihn ter Stegen, könne auch Bälle halten, dann versammelt sich die ganze Bayern-Gemeinde wie ein Mann hinter ihrem Manu, als sei der mit Lederhose und Sepplhut zur Welt gekommen. In seinem Pass steht aber als Geburtsort immer noch Gelsenkirchen-Buer. → Jetzt das Magazin als E-Paper lesen

Soviel zum Sport und seinem Business. Natürlich hält die aktuelle HORIZONT-Ausgabe auch jenseits des Sportbusiness aufregende Geschichten bereit:
 
"Auch Amazon kocht nur mit Wasser": Raoul Rossmann
Rossmann
Im Interview mit Santiago Campillo-Lundbeck erklärt Raoul Roßmann die Marketingstrategie der Drogeriekette. Der 34-jährige Sohn des Unternehmensgründers Dirk Roßmann ist seit 2015 für Einkauf und Marketing im familieneigenen Betrieb zuständig. Offiziell ist er übrigens gerade in Elternzeit. → Jetzt in HORIZONT Online lesen
 
Experiment in Hamburg: Susan Molzow
Hamburger Morgenpost
Ulrike Simon beschreibt das "Projekt Mars". Es geht um die Zukunft der Hamburger Morgenpost, einst linke und kultige Alternative zu Springers Bild im Norden. DuMont will sie loswerden – und umgekehrt. Suzan Molzow, Geschäftsführerin der Mopo, verhandelt über ein Management-Buy-Out. Ein Problem dabei: Die
Zahlen der Mopo sind so rot wie der Planet, der dem Projekt seinen Namen leiht. Das zeigen die aktuellen Geschäftszahlen, frisch aus dem DuMont-Controlling. → Jetzt in HORIZONT Online lesen

Unser Report dreht sich in dieser Woche um eine der erfolgreichsten Werbeformen der letzten Jahre: Out of Home, einst Plakat genannt. Während Print und zusehends auch TV die Konkurrenz der Digitalwerbung zu spüren bekommen, digitalisiert sich OoH selbst. Und etabliert sich als unverzichtbare Gattung, wenn es um den Aufbau reichweitenstarker Marken geht. → Jetzt im E-Paper lesen

Ich wünsche eine interessante Lektüre, auf Papier, Online oder im E-Paper,

Ihr
signatur

Uwe Vorkötter
Chefredaktion HORIZONT

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