Zum Aus von Spex, Intro, NME und Co.

Rockstars sterben nie, sie verschwinden nur

"Print lebt" - so ist das Editorial der aktuellen Rolling-Stone-Ausgabe überschrieben
© Axel Springer
"Print lebt" - so ist das Editorial der aktuellen Rolling-Stone-Ausgabe überschrieben
Das Jahr 2018 geht als Todesjahr gleich mehrerer Musikzeitschriften in die Print-Geschichte ein. Die Groove, der NME, die Intro, die Spex: Sie alle gaben in diesem Jahr auf. Vor allem das Aus von Spex bewegt die Gemüter. Hätten alle, die um die Mutter des deutschsprachigen Popdiskurses weinen, das Heft zuletzt gekauft, wäre es anders gekommen.
Die Gründe für das Aus, die Chefredakteur Daniel Gerhardt anführt, sind die üblichen: Anzeigenkunden und Leser kehrten Print den Rücken, der Journalismus habe seine Gatekeeper-Funktion verloren, und vielleicht habe man auch nicht alles richtig gemacht. In der Süddeutschen schrieb Jan Kedves, einer seiner Vorgänger: "Springer hat vorerst gewonnen." Er meint das Axel Springer Mediahouse. Dort erscheinen der Musikexpress, der Rolling Stone und die Bibel aller Wacken-Fans, der Metal Hammer.

Verhält es sich mit Musikmagazinen wie mit Mark Knopflers Liebe zu Gitarren? Sie passe nicht mehr in die Zeit, sagt der Ex-Frontmann der Dire Straits in einem der Interviews, die anlässlich seines neuen Albums derzeit überall zu lesen sind, nicht nur im Rolling Stone.

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