Zeitungsstudie

Print überzeugt mit Informationstiefe, Digital mit Aktualität

49 Prozent der Print-Leser akzeptieren Werbung in ihrer regionalen Tageszeitung
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49 Prozent der Print-Leser akzeptieren Werbung in ihrer regionalen Tageszeitung
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Tageszeitungen spielen noch immer eine große Rolle im Leben der Deutschen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die vom Print-Vermarkter Score Media in Auftrag gegebene Studie "Zeitungsfacetten 2018". Demnach erreicht die regionale Tageszeitung - ob gedruckt oder digital - jeden Monat vier von fünf Deutsche. Während die Leser an der Print-Ausgabe die Informationstiefe schätzen, werden sie online bei der Suche nach aktuellen Nachrichten fündig.
Die Studie "Zeitungsfacetten 2018" wurde von Toluna im Auftrag von Score Media durchgeführt. Es ist die zweite Ausgabe der Gattungsstudie. Bei der repräsentativen Online-Befragung im Februar 2018 nahmen 5.752 Menschen zwischen 15 und 64 Jahren teil. Und die hängen offenbar ziemlich an ihrer Tageszeitung. 89 Prozent der Print-Leser würden ihre gedruckte Zeitung vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe - und auch 88 Prozent der Digital-Leser geben an, dass ihnen ihre regionale Tageszeitung fehlen würde.


Ein Grund für die enge Leserbindung sind die Nutzungsgewohnheiten. Für die meisten Print-Leser ist ihre gedrucke Ausgabe Teil der Morgenroutine. 52 Prozent lesen die Zeitung in der ersten Tageshälfte. Das Webangebot aus Browser und App wird hingegen spontan zwischendurch genutzt, geben 76 Prozent der befragten Leser an. Was Print- und Digital-Leser vereint, ist der Ort, an dem die Artikel konsumiert werden: Zuhause (jeweils 86 Prozent). Das gilt auch für 77 Prozent der E-Paper-Nutzer. Am Arbeitsplatz oder unterwegs greifen jeweils 35 Prozent der Befragten vor allem zum Digitalangebot ihrer Regionalzeitung.
„Die Akzeptanz von Werbung in der regionalen Tageszeitung ist mit 49 Prozent für Print und beachtlichen 29 Prozent für Online sehr hoch.“
Heiko Genzlinger, CEO Score Media


Wenn es um die Vorteile von Print beziehungsweise Digital geht, überzeugen beide Angebote mit unterschiedlichen Vorzügen. Webseiten und Apps der Regionalzeitungen bringen in den Augen der Leser Aktualität, Flexibilität und Schnelligkeit mit. So meinen 84 Prozent der Digital-Nutzer sowie 41 Prozent der Print-Leser, dass sie online schneller an aktuelle Nachrichten kommen. Außerdem mögen 82 Prozent der Digital-Leser, dass sie das Online-Angebot zeitlich und örtlich unabhängig nutzen können.


Die gedruckte Ausgabe punktet mit einer besseren Einordnung der Themen (62 Prozent) sowie einer umfassenden Informationstiefe (62 Prozent). Letzteres geben auch 31 Prozent der reinen Digital-Nutzer zu Protokoll. Darüber hinaus schätzen 79 Prozent der Print-Zeitungsfans, dass sie sich in der gedruckten Ausgabe besser orientieren und zurechtfinden können.

Darüber hinaus hat die Studie ergeben, dass die liebgewonnene regionale Tageszeitung unter Umständen auch positiv auf Marken abfärbt. 36 Prozent der Print-Leser und 21 Prozent der Digital-Leser sagen, dass eine Brand, die in der Zeitung wirbt, ihnen näher kommt. Außerdem wirken sie seriös: Das sagen 41 Prozent der Leser der gedruckten Ausgabe und 26 Prozent der Digital-Fans.

"Die Akzeptanz von Werbung in der regionalen Tageszeitung ist mit 49 Prozent für Print und beachtlichen 29 Prozent für Online sehr hoch. Das bietet Werbungtreibenden optimale Voraussetzungen für die Wahrnehmung ihrer Werbung und die positive Verankerung im Relevant Set", kommentiert Heiko Genzlinger, CEO der Score Media Group, die Ergebnisse.

Schließlich hat Score Media noch einige Merkmale der Zeitungsfans zusammengefasst. Demnach verfügen 31 Prozent der Leser über ein Haushalts-Nettoeinkommen von 3.000 Euro. Print-Leser schätzen beispielsweise ihren Beruf, doch ziehen die Familie vor, und kaufen überdurchschnittlich umweltbewusst ein. Digital-Leser begeistern sich hingegen für Technik und gestalten damit ihren Alltag. Ihren Angaben zufolge werden sie oft bei Kaufentscheidungen um Rat gefragt, besonders wenn es um Smartphones, Computer und Apps geht. bre
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