ZDF-Satiresendung

Bundesregierung verurteilt Angriff auf Team der "heute-show"

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Das ZDF berichtet auch in eigener Sache über den Angriff
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Das ZDF berichtet auch in eigener Sache über den Angriff
Die Bundesregierung hat den Angriff auf ein Team der ZDF-Satiresendung "heute-show" in Berlin scharf verurteilt. "Wer Journalisten angreift, bedroht, verletzt, der steht weit außerhalb unserer demokratischen Ordnung und der muss uns alle gegen sich haben", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Bei der brutalen Attacke waren am vergangenen Freitag Angehörige des ZDF-Teams und die sie begleitenden Sicherheitsleute verletzt worden.
"Wir sehen seit längerem, dass Extremisten aller Richtungen die Pressefreiheit, eines unserer wichtigsten Grundrechte, buchstäblich mit Füßen treten", sagte Seibert. Es sei traurig, dass die Begleitung durch Sicherheitsleute für Journalisten bei vielen Demonstrationen heute schon obligatorisch sei. Zu den Hintergründen des Angriffs ermittelt die Berliner Polizei.


Derweil fahndet die Kriminalpolizei weiter nach Tätern und ermittelt zu den Hintergründen. Die Untersuchung führt nach Angaben vom Montag weiterhin der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes (LKA). Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass die Täter dem linken Spektrum zuzuordnen sind. Das Motiv für den Angriff ist weiterhin nicht bekannt.

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Das siebenköpfige ZDF-Team der Satiresendung "heute-show" hatte am Freitag bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln gefilmt, an der auch Rechtspopulisten und Anhänger von Verschwörungstheorien teilnahmen. Als das Team die Demonstration bereits verlassen hatte, wurde es in einer Seitenstraße nahe dem Alexanderplatz von mindestens 15 Menschen angegriffen. Die Täter sollen dabei auch eine Metallstange oder ähnliches benutzt haben. Der Redakteur, der Kameramann und der Kameraassistent sowie drei private Wachleute wurden verletzt und im Krankenhaus behandelt. Der Satiriker Abdelkarim blieb unverletzt.


Laut Polizei flohen die Täter nach Aussagen von Zeugen mit Fahrrädern und einem Auto. Bundespolizisten, die in der Nähe waren, leiteten sofort eine Fahndung ein. Das Auto und auch Insassen wurden später von der Polizei gefunden. Noch am Freitag nahm die Polizei sechs Verdächtige fest. Laut der "Berliner Morgenpost" waren es vier Männer im Alter von 24, 25 und 31 Jahren sowie um zwei Frauen im Alter von 25 und 27 Jahren. Am Samstag wurden sie wieder freigelassen. Mindestens zwei von ihnen stehen weiter unter Verdacht. Bei vier Menschen habe sich der Verdacht nicht erhärten lassen, so die Staatsanwaltschaft.

Der Sprecher der Berliner Ermittlungsbehörde, Martin Steltner, hatte am Wochenende gesagt: "Für die Einschätzung: es ist so, dass die Personen, die festgestellt wurden, dem linken Spektrum zuzurechnen sind, nach unseren Erkenntnissen." Dies sei alles Gegenstand der Ermittlungen.
Zu drei der sechs zunächst festgenommenen Menschen lagen nach Polizeiangaben vom Wochenende "Erkenntnisse im Bereich der politisch motivierten Kriminalität links" vor. Aus Sicherheitskreisen hieß es am Montag, eine der polizeilich bekannten Personen sei seit 2015 als "Gewalttäter" aus dem linken Spektrum bekannt. Von den sechs Menschen leben nach dpa-Informationen vier in Berlin, zwei haben ihren Wohnsitz in Baden-Württemberg.

Abdelkarim wollte sich am Montag nicht weiter zu dem Überfall äußern, wie eine Sprecherin sagte. Am Samstag sprach er über Twitter von den Angreifern als "einer sehr aggressiven Gruppe". Er schrieb: "Nach Einschätzung eines Sicherheitsmannes hatten wir Glück im Unglück. Das Ganze hätte auch viel tragischer enden können. Ich hatte von allen das größte Glück und mir geht es gut."
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