Werbevermarktung

Jetzt will auch Xing an Mediaagenturen ran

Arist von Harpe
© Xing
Arist von Harpe
Wachstumsturbine Werbung: Erst vor zwei Jahren hat Xing mit der systematischen Vermarktung seiner Inventare begonnen. Nun soll es richtig losgehen – mit einem neuen Werbechef, Konzepten à la Facebook und einem Partnerprogramm für Mediaagenturen.

Dahinter steht Xings Erkenntnis, dass sein B2C-Stammgeschäft (Mitgliedsbeiträge privater Nutzer) nicht auf ewig wachsen wird. Daher baut man die B2B-Bereiche aus – unter anderem die Werbevermarktung. Dies liegt auf der Hand: Mit aktuell über 14 Millionen Mitgliedern verfügt die Plattform über eine attraktive und dank ihrer Anmelde- und Klickdaten auch gut adressierbare Zielgruppe. Zumal 93 Prozent von ihnen lediglich die kostenlose Basisversion nutzen; via Werbung kann Xing auch diese über 13 Millionen Nicht-Zahler monetarisieren.



„Wir möchten unsere Werbeumsätze steigern, ohne den gefühlten Werbedruck für unsere Nutzer zu erhöhen.“
Arist von Harpe
Das gelang bereits im vergangenen Jahr sehr gut, ein Werbeplus von über 40 Prozent auf 10 Millionen Euro spricht für sich. Mit solchen üppigen Raten soll es weitergehen: Die junge Werbesparte soll Wachstumsturbine und Profitmaschine fürs Online-Berufsnetzwerk sein.

Dies ist der Job von Arist von Harpe. Anfang des Jahres kam er zu Xing, als Geschäftsführer der Vermarktungstochter Marketing Solutions, die 2017 gegründet wurde und die nun über 40 Mitarbeiter beschäftigt, Tendenz stark steigend. Der Wirtschaftsingenieur und frühere Boston Consulting-Berater war in den vergangenen sechs Jahren Geschäftsführer bei Facelift, einem Anbieter von Software für Social Media Marketing für Werbungtreibende und Agenturen.
Noch tiefer ins Thema einsteigen?

Dann lesen Sie den kompletten Beitrag aus der aktuellen HORIZONT-Ausgabe gleich auf Ihrem Tablet oder Smartphone (Android und iOS). HORIZONT-Abonnenten können die E-Paper-Ausgaben kostenlos auch auf Ihrem PC/Mac abrufen. Nicht-Abonnenten können hier ein HORIZONT-Abo abschließen.

Insofern, das wird im Gespräch deutlich, ist Facebook seine Benchmark auch im neuen Xing-Job. Nicht bezüglich der Umsatzhöhen natürlich, sondern hinsichtlich der Argumente und der Konzepte, die man nachahmen will – oder von denen man sich bewusst abzuheben versucht.


„Wir möchten unsere Werbeumsätze steigern, ohne den gefühlten Werbedruck für unsere Nutzer zu erhöhen“, sagt von Harpe. Die Mittel: Besseres Targeting, neue Native-Formate (wohl zulasten von Display) und mehr große Kunden, die höhere Etats vergeben und bessere Werbemittel kreieren, die mehr Klicks und somit höhere Xing-Werbeerlöse generieren. Zu diesem Zweck legt auch Xing ein „Marketing Partner Programm“ für Mediaagenturen auf. Mehr dazu lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 29/2018 vom 19. Juli. Auch dazu, was die Pläne für Medienhäuser bedeuten könnten, die Xing mit Inhalten beliefern. rp

stats