Wegen Datenskandal

Facebook droht Milliardenstrafe in den USA

Das dicke Ende im Datenskandal kommt auf Facebook noch zu
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Das dicke Ende im Datenskandal kommt auf Facebook noch zu
Auf Facebook kommt wegen Datenschutzverstößen womöglich ein Milliardenbußgeld zu. Die US-Handelsaufsicht verhandelt mit dem Konzern derzeit über die Konsequenzen aus der Weitergabe von Nutzerdaten. Das berichtet die Washington Post. 
Demnach könnte auf Facebook die bislang höchste Strafe zukommen, die von der Federal Trade Commission jemals gegen einen Tech-Konzern verhängt wurde, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Zeitung. Bislang habe man sich aber noch nicht auf eine genaue Summe einigen könen. Facebook bestätige die Gespäche, gab aber keine weiteren Details bekannt. 


Facebook soll die Daten von rund 87 Millionen Nutzern unerlaubt an die mittlerweile aufgelöste Beratungsfirma Cambridge Analytica weitergegeben haben. Der Konzern steht aber auch wegen anderer Datenschutzvergehen in der Kritik. "Für Facebook kommt nun der Moment der Abrechnung", sagte der demokratische Senator Richard Blumenthal. "Der einzige Weg, weitere Verstöße gegen die Privatspäre zu verhindern, ist die Anordnung einer schweren Stafe durch die FTC und andere Sanktionen." 

Bislang hatte sich die US-Handelsaufsicht eher nachgiebig gegenüber den großen Tech-Konzernen gezeigt. Die höchste bislang verhängte Strafe gegen Google belief sich 2012 auf 22,5 Millionen US-Dollar. "Es ist zu diesem Zeitpunkt eine offene Frage, ob die Federal Trade Commission eine effektive Datenschutzbehörde ist, und es ist auch eine offene Frage, ob die FTC bereit ist, ihre derzeitige Befugnis zur Wahrung der Privatsphäre der Verbraucher in den Vereinigten Staaten zu nutzen", sagte Marc Rotenberg, Geschäftsführer des Electronic Privacy Information Center gegenüber der Washington Post. 


In Großbritannien hat die dortige Datenschutzbehörde Facebook wegen des Datenskandals eine Stafe in Höhe von 500.000 Pfund aufgebrummt.  dh 
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