Wegen Datenschutzbedenken

Bundesgesundheitsministerium erwägt Rückzug von Tiktok

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An TikTok scheiden sich die Geister
© Kon Karampelas auf Pixabay
An TikTok scheiden sich die Geister
Wegen Sicherheits- und Datenschutzbedenken erwägt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) einen Rückzug von der Video-App Tiktok. "Wir prüfen derzeit umfassend, ob wir Tiktok weiter nutzen", zitiert die "Wirtschaftswoche" eine Sprecherin des Ministeriums. Als einziges Bundesministerium unterhält es derzeit einen Tiktok-Account, dem fast 60.000 Nutzer folgen.
Auch die saarländische Landesregierung beobachtet laut der Zeitung, "sehr genau, wie das Unternehmen mit den Vorwürfen umgeht und berechtigte Kritik an Sicherheit und Datenschutz aufgreift", wird die Sprecherin der saarländischen Staatskanzlei zitiert. Mit 3000 Followern ist der saarländische Ministerpräsident laut "Wirtschaftswoche" der einzige Landeschef mit einem Tiktok-Auftritt.


Die Video-App gerät wegen Datenschutzbedenken immer wieder in die Kritik. Am Donnerstag kündigte der Konzern den Bau eines Rechenzentrums in Europa an. In der Anlage in Irland sollen mit dem für Anfang 2022 geplanten Betriebsbeginn die Daten europäischer Nutzer gespeichert werden.

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© dfv
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Tiktok rechnet mit Investitionen von 420 Millionen Euro, wie die zum chinesischen Konzern Bytedance gehörende Firma am Donnerstag mitteilte. Aktuell speichert und verarbeitet Tiktok die Daten seiner Nutzer in den USA und Singapur, während die irische Tochterfirma für sie zuständig ist.

US-Präsident Donald Trump hatte jüngst unter Hinweis auf eine Gefährdung von Nutzerdaten ein Verbot von Tiktok in den USA ins Gespräch gebracht. Aktuell verhandelt Microsoft mit Bytedance über den Kauf des US-Geschäfts der auch in Deutschland populären Video-App. Tiktok betont, die chinesische Regierung haben keinen Zugriff auf Nutzerdaten des Dienstes, habe nie danach verlangt und würde diese auch nicht bekommen.
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