Warnung statt Werbung

Wall und Ströer warnen in Hamburg vor Katastrophen

So könnte eine Sturmwarnung per Außenwerbung aussehen
© Ströer
So könnte eine Sturmwarnung per Außenwerbung aussehen
Außenwerbung hilft nicht nur dem Abverkauf, sondern womöglich auch Leben zu retten. In Hamburg können ab sofort auf 25 digitalen Werbeflächen im Stadtgebiet amtliche Warnungen angezeigt werden, um die Bevölkerung zum Beispiel vor einer Sturmflut zu warnen. 
Möglich macht dies ein bundesweites Pilotprojekt, das pünktlich zum Beginn der am 15. September beginnenden Sturmflutsaison abgeschlossen wurde. Dabei wurden 25 digitalen Anzeigenflächen der Außenwerber Wall und Ströer in der Hansestadt an das satellitengestützte Warnsystem von Bund und Ländern angeschlossen, mit dem die Bevölkerung im Ernstfall vor Katastrophen gewarnt wird. Bislang wurden diese amtlichen Warnungen an Radio- und Fernsehsender sowie über Apps an Smartphones geschickt. Nun können auch auf digitalen Werbeflächen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten in Hamburg Warnungen angezeigt werden. 


"Um die Hamburgerinnen und Hamburger im Gefahrenfall schnell und bestmöglich über Risiken zu informieren, entwickeln wir unsere Instrumente unter Berücksichtigung der zunehmenden Digitalisierung stetig weiter", betont der Hamburger Innensenator Andy Grote. "Die Nutzung der digitalen Werbeanlagen für amtliche Warnungen stellt einen weiteren wichtigen Baustein dar. Eine technische Innovation, die Hamburg noch ein Stück sicherer macht."

Weitere Bundesländer wollen dem Beispiel von Hamburg folgen und ebenfalls digitale Werbeflächen an ihr Frühwarnsystem anschließen. dh
stats