Trubel beim WDR
© WDR / Herby Sachs
Trubel beim WDR
Beim WDR sind am Donnerstag zum zweiten Mal in dieser Woche Mitarbeiter in einen Warnstreik getreten. Als Folge sei unter anderem die ARD-Sendung "Live nach 9" ausgefallen, stattdessen sei ein "Best of" gesendet worden, sagte eine WDR-Sprecherin in Köln.
Ebenfalls komplett ausgefallen ist die Sendung „Westblick“. Laut dem Deutschen Journalistenverband (DJV) der gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi zu dem Warnstreik aufgerufen hatte, ist es auch bei den Hörfunknachrichten sowie bei WDR-Aktuell zu erheblichen Störungen gekommen. Die in Essen produzierte Lokalzeit Ruhr im WDR-Fernsehen sei komplett entfallen, bei vielen weiteren Lokalzeiten soll es erhebliche Einschränkungen gegeben haben, heißt es. 


Ziel des Warnstreiks ist es, den Druck vor der vierten Runde der Tarifverhandlungen am Freitag zu erhöhen. "Das ist ein unübersehbares Signal an die WDR-Geschäftsleitung, endlich den berechtigten Interessen der Beschäftigten gerecht zu werden", sagt DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. Bereits am Dienstag hatte es einen Warnstreik gegeben. Die Gewerkschaften wollen unter anderem erreichen, dass sich die Tarifsteigerungen beim WDR weiter am Öffentlichen Dienst orientieren. WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau sagte am Dienstag: "Weiterhin gilt: Wir sind bereit zu einer Lösung, die unserer Verantwortung gegenüber den Beitragszahlern in NRW gerecht wird." mas/dpa
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