Von Zeichen & Wunder

Süddeutsche Zeitung lässt Markenauftritt überarbeiten

Irmgard Hesse und Marcus von Hausen, geschäftsführende Gesellschafter von Zeichen & Wunder, überarbeiten den Markenauftritt der Süddeutschen Zeitung
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Irmgard Hesse und Marcus von Hausen, geschäftsführende Gesellschafter von Zeichen & Wunder, überarbeiten den Markenauftritt der Süddeutschen Zeitung
Die Süddeutsche Zeitung erneuert ihren Markenauftritt. Den Auftrag für die neue Markenstrategie sicherte sich die Designagentur Zeichen & Wunder, die sich in einem mehrstufigen Pitch gegen fünf Mitbewerber duchsetzen konnte. Ziel ist eine schärfere Positionierung der SZ im Medienmarkt. 
Zeichen & Wunder wird zunächst eine neue Markenstrategie für die Süddeutsche Zeitung entwickeln, mit der die Tageszeitung und ihre digitalen Angebote klarer im hart umkämpften Medienmarkt positioniert werden soll. Der Auftrag beinhaltet die Entwicklung einer neuen Markenarchitektur, die alle analogen und digitalen Angebote der SZ umfasst, einen neuen Claim und das gesamte Corporate Design. Zeichen & Wunder ist außerdem für die Kommunikationsmaßnahmen zur Einführung des neuen Auftritts verantwortlich. Geplant ist unter anderem eine Imagekampagne. Die Zusammenarbeit ist laut Agentur "langfristig" angelegt - zur genauen Laufzeit des Vertrags macht Zeichen & Wunder indes keine Angaben. Der Etat liegt im sechsstelligen Bereich.


"Zeichen & Wunder hat uns überzeugt", sagt Anja Häse, Leiterin Markenstrategie bei der SZ. "Die konsequente Entwicklung unseres neuen Auftritts aus der Markenstrategie heraus ist für uns die Voraussetzung für die zukunftsfähige Positionierung unseres crossmedialen Angebots." 

Die Süddeutsche Zeitung hat in der Branche zuletzt eher für negative Schlagzeilen gesorgt. So hat der Verlag aus Spargründen sein Sommerfest und das alle zwei Jahre stattfindende Fest für die Verlagssenioren abgesagt. Außerdem soll künftig der halbe freie Tag am Faschingsdienstag entfallen. Einem Bericht des Branchendienstes Kress zufolge gibt es derzeit zudem einen internen Richtungsstreit zwischen der für die digitalen Produkte zuständigen Chefredakteurin Julia Bönisch und den Print-Chefredakteuren Kurt Kister und Wolfgang Krach.


Die Auflage der renommierten Tageszeitung ist wie die der meisten Zeitungen seit Jahren rückläufig, auch wenn sich der Rückgang zuletzt verlangsamt hat. Aktuell kommt die Süddeutsche Zeitung auf eine verkaufte Auflage von 337.732 Exemplare - ein Minus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (IVW 2/2019). dh
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