VOD-Studie von RTL

Welche Inhalte Zuschauer in den Videoportalen der TV-Sender nutzen

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Streaming ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Drei Viertel aller Deutschen nutzen bereits regelmäßig Mediatheken oder Video-on-Demand-Angebote. Die Mediengruppe RTL Deutschland hat in einer Studie nun inbesondere die Nutzung der Streaming-Angebote deutscher Fernsehsender unter die Lupe genommen. Untersucht wurde unter anderem, aus welchen Gründen Mediatheken & Co. genutzt werden und welche Inhalte am beliebtesten sind.
RTL fasst die Angebote deutscher Fernsehsender unter dem Begriff "Broadcaster Video on Demand" (BVOD) zusammen - dazu zählen neben den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auch die Video-on-Demand-Angebote der privaten Sendergruppen wie Joyn und TV Now. Insgesamt nutzen mittlerweile 74 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren regelmäßig, da heißt mindestens monatlich, ein Video-on-Demand-Angebot. Etwa die Hälfte (51 Prozent) nutzen dabei BVOD-Angebote, 22 Prozent nutzen auschließlich kostenpflichtige SVOD-Dienste wie Netflix  & Co.(Subscription Video on Demand) und 18 Prozent nur die Dienste deutscher Sender. 


Diese haben wenig überraschend vor allem bei lokalen Inhalten die Nase vorne: So schauen knapp 60 Prozent regelmäßig Nachrichten und Magazine bei BVOD-Angeboten. Auch bei Dokus und Reportagen (68 Prozent) sowie bei Servicesendungen (35 Prozent) und Shows (33 Prozent) liegen die Angebote deutscher Sender vorn. Serien sind dagegen eine Domäne der großen US-Anbieter: 91 Prozent schauen sich bei Netflix & Co. regelmäßig oder gelegentlich Serien an, nur 64 Prozent bei TV Now, Joyn & Co. Bei Filmen liegen BVOD- und SVOD-Dienste dagegen gleichauf (66 bzw. 67 Prozent). 
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Die BVOD-Angebote werden dabei in erster Linie für ihre Catch-up-Funktion geschätzt: 91 Prozent nutzen Mediatheken, um sich Sendungen anzuschauen, die sie im regulären TV-Programm verpasst haben, 65 Prozent um Sendungen zu sehen, die aktuell nicht mehr laufen. Immerhin jeder zweite (52 Prozent) schaut sich aber auch unabhängig vom Fernsehprogramm in den den BVOD-Angeboten der Sender um. 41 Prozent schaut dort gezielt exklusive Inhalte, die es nicht im TV gibt, 37 Prozent sehen sich zumindest gelegentlich Sendungen vorab an. 
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Dabei werden VoD-Angebote vor allem zur Unterhaltung (82 Prozent) und zur Entspannung genutzt (55 Prozent), während das klassische Fernsehprogramm eher zur Information (67 Prozent) und um auf dem Laufenden zu bleiben (52 Prozent) geschaut wird. 

Das Whitepaper "Streamende Broadcaster – Positionsbestimmung deutscher BVOD-Anbieter im Wachstumsmarkt Streaming" entstand in Zusammenarbeit mit Forsa/GfK und bündelt eigene Studien von RTL und Forsa und andere Datenquellen zum Streaming-Markt. dh
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