Viel Spott, aber auch Verständnis

So reagiert das Netz auf den Grünen-Spot zur Bundestagswahl

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In dem Grünen-Spot wird nicht nur gesungen - sondern auch gegrillt
© Bündnis90/Die Grünen
In dem Grünen-Spot wird nicht nur gesungen - sondern auch gegrillt
Das war zu erwarten: Der TV-Spot der Grünen zur Bundestagswahl, in dem die Partei das Volkslied "Kein schöner Land" umdichtet, sorgt für viel Spott in den sozialen Netzwerken, allen voran auf Twitter. Vor allem über die allzu schiefen Gesangseinlagen der Protagonisten wird gelacht und diskutiert. Andere wiederum haben Verständnis für die Machart des Spots und erkennen darin die Absicht der Grünen, vor allem bei älteren Bevölkerungsgruppen zu punkten. HORIZONT Online hat die besten Twitter-Reaktionen zu dem Spot gesammelt.
Auch prominente Stimmen meldeten sich zu Wort: "Vielleicht WOLLEN die Grünen gar nicht gewählt werden?!", stellte der Satiriker Jan Böhmermann auf Twitter fest. Die Autorin Sophie Passmann fragte unter dem Spot: "Ist der Song schon auf Spotify"?

Doch es gab auch Zuspruch: "Schöner Spot. Echte Menschen. Hat man sonst vor künstlicher Perfektheit selten. (Und wem das nicht gefällt, der kann ja bei Retortenmusik, Autotune und Photoshop bleiben.)", kommentiere eine Nutzerin. Der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, erklärte: "Wir wollen einen Aufbruch für dieses Land und wir wollen aus den ausgetretenen Pfaden der politischen Kommunikation austreten, das zeigt auch unser Clip. Wir wollen Dinge anders machen." Der Spot richte sich an die Breite der Gesellschaft.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Grünen sich traditionellen deutschen Liedguts bedienen. 2018 starteten die Parteichefs Habeck und Baerbock auf eine Sommerreise, die unter dem Motto "Des Glückes Unterpfand" stand, einer Zeile aus der Nationalhymne.

Die besten Twitter-Reaktionen auf den Grünen-Spot


tt (mit dpa-Material)

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