Vertrieb am Wendepunkt

Warum sich die Verlage mit gemeinsamen Flatrate-Angeboten so schwer tun

Hat einen Plan: G+J-Digitalchef Arne Wolter
© G+J
Hat einen Plan: G+J-Digitalchef Arne Wolter
Es gibt sie für Musik, für Filme und für Games. Bei digitalen Presseprodukten haben sich Flatrates dagegen noch nicht so richtig durchgesetzt. Denn: Die Verlage tun sich mit (Titel-) übergreifenden Flatrates nach wie vor schwer. Noch zumindest. Denn G+J-Digitalchef Arne Wolter wagt nun einen Vorstoß. Die Reaktionen sind verhalten.
Ob die Vertriebschefs der Verlage manchmal neidisch sind auf Spotify und Netflix? Neidisch deshalb, weil sich die beim Nutzer so beliebten Flatrate-Verträge, welche die Inhalte mehrerer Produzenten bündeln, für Musik- und Filmportale offenbar bestens rechnen? Fragt man User und glaubt man Studien, könnte dies auch der Weg für Presseverlage sein, neben oder anstelle deren titelbezogenen Flatrates, besser und lange bekannt unter den Bezeichnungen Abo oder Zeitpass. Vieles deute darauf hin, dass in Zukunft "(voll-) umfängliche Plattformangebote im digitalen Journalismus aussichtsreich sind", resümiert eine Untersuchung der Landesanstalt für Medien NRW und nennt eine Pauschalpreis-Obergrenze von etwa 10 Euro im Monat.

Doch journalistische Medien tun sich mit (Titel-) übergreifenden Flatrates schwer: Während Filme und Songs die Studios nur einmalig Kosten verursachen und sie länger Zeit haben, das Geld zurückzuverdienen, produzieren Verlage ihre Ware jede Woche, jeden Tag und im Netz sogar jede Stunde neu.

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