Vermarktung

Wie sich Premium-Magazine zu 360-Grad-Werbeträgern wandeln

Ein Argument der Verlage: Für Printmagazine nimmt man sich Zeit
© Stockyimages / Colourbox
Ein Argument der Verlage: Für Printmagazine nimmt man sich Zeit
Mit Marken aus der Champions League kennt sich Rupert Wild aus. Vor mehr als 25 Jahren gründete er seine Agentur White Communications, die auf PR und Media für Mode-, Beauty- und Lifestyle-Produkte spezialisiert ist.
Premium- und Luxusmarken haben im Mediamix, so stellt er fest, "mit etwas Verspätung einen Budget-Shift in Richtung digitaler Kanäle vorgenommen". Das sei nicht per se falsch, aber er warnt auch: Der Algorithmus sei Mittel zum Zweck, "er verhält sich intelligent, ohne selbst intelligent zu sein", sagt Wild. Die allzu oft blinde, unkritische Technologiegläubigkeit entspringe einem Denkfehler und führe bisweilen dazu, dass im Marketing "zu viel über Technik und zu wenig über Marke nachgedacht wird".

Was leicht ein digitales Übergewicht im Mediamix von Premium- und Luxusmarken hervorbringen kann. Wild sieht das kritisch, denn "dazu sind Print- und Outdoor-Medien in diesem Segment erwiesenermaßen zu erfolgreich". Zugleich nimmt er die Verlage in die Pflicht. In Zeiten der digitalen Transformation müssten sie nicht nur attraktive redaktionelle Umfelder schaffen, sondern auch "intelligente Tools bei Anzeigen und Advertorials, um Nutzungs- und Kaufverhalten besser auswerten zu können".

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