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Hamburger Morgenpost stellt Sonntagsausgabe ein - und wird samstags dicker

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Mopo-Chef Arist von Harpe
© Xing
Mopo-Chef Arist von Harpe
Im Februar erst hat Arist von Harpe die Hamburger Morgenpost von Dumont übernommen. Jetzt verkündet der ehemalige Xing-Manager erste Veränderungen, die doch sehr nach Sparkurs riechen: So können sich die Leser der "Mopo am Sonntag" künftig den sonntäglichen Gang zum Briefkasten sparen. Dafür soll der Titel am Samstag dicker werden.
Die "Mopo am Sonntag" ist ab Anfang August Geschichte. Wie der Verlag mitteilt, wird die Sonntagszeitung, die sich zuletzt noch rund 15.000 Mal verkaufte, dann in der neuen, auf insgesamt 72 statt bislang 40 Seiten erweiterten Samstagsausgabe aufgehen. Diese soll wie bisher im kompakten Tabloidformat erscheinen und den Lesern zu einem um 70 Cent erhöhten Copypreis von 2 Euro neben einer neuen Rätselbeilage auch mehr klassische Formate wie Interviews, Reportagen und Services mit Fokus auf Hamburg bieten.


Für die Entscheidung ausschlaggebend waren offenbar nicht zuletzt die hohen Kosten für die Produktion, und die wenig effizienten Abläufe. Denn die Sonntagsausgabe kam bislang in einem deutlich größeren Format daher als die "normale" Mopo - und musste daher aufwendig gelayoutet und extern produziert werden.

Die Hamburger Morgenpost verschwindet am Sonntag - und wird samstags dicker
© Mopo
Die Hamburger Morgenpost verschwindet am Sonntag - und wird samstags dicker
Arist von Harpe, der nach dem kürzlichen Abgang der langjährigen Geschäftsführerin Susan Molzow bei der Mopo nun durchregieren kann, glaubt allerdings, dass auch Leser und Werbekunden vom künftig einheitlichen Wochenendformat profitieren werden. So verlängere sich nicht nur die Lesezeit. "Die Samstagsausgabe wird so dick, dass sie für das ganze Wochenende reicht", sagt er gegenüber HORIZONT Online. Zum anderen sei das Erscheinen der "dicken Mopo" am Einkaufssamstag gerade "für Hamburger Anzeigenkunden besonders attraktiv, um auf aktuelle Angebote oder Freizeitaktivitäten am Wochenende in Hamburg hinzuweisen", so von Harpe. 


In der Chefredaktion sieht man das offenbar ähnlich. "Unsere Leser haben am Wochenende mehr Zeit für die Lektüre ihrer Zeitung – und sie sind noch stärker an Themen und Serviceangeboten interessiert, die Hamburg betreffen. Beides wollen wir mit der ‚dicken Mopo‘ anbieten", sagt Chefredakteur Maik Koltermann den Schritt. mas
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