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Funke baut eigenen Vermarkter auf 

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Dirk Wiedenmann muss nun eine eigene Zeitschriftenvermarktung für Funke aufbauen
© Funke
Dirk Wiedenmann muss nun eine eigene Zeitschriftenvermarktung für Funke aufbauen
Die Funke Mediengruppe wird ihre Zeitschriften nun doch nicht durch Hubert Burda Media vermarkten lassen. Hintergrund sind offenbar Bedenken des Kartellamtes gegen den Deal. Funke muss nun bis zum Herbst eine eigene Vermarktungseinheit für seine Zeitschriften aus dem Boden stampfen. Die Kooperation mit Springers Media Impact läuft im September aus.
Die Vermarktungsabteilung Funke Sales wird ab sofort zum Full-Service-Vermarkter für das komplette Zeitschriften und Regionalmedien-Portfolio ausgebaut, wie der Verlag mitteilt. Eigentlich sollte sich BCN bereits ab Mai um die Vermarktung der Zeitschriften von Funke kümmern, spätestens jedoch ab September – und damit noch rechtzeitig zum Start der Verkaufsgespräche fürs Werbejahr 2021. Allerdings hatte das Bundeskartellamt offenbar Bedenken, was den Abschluss eines Vertrages verzögerte. Dass die geplante Kooperation mit Burda geplatzt ist, bringt Funke nun in Zugzwang.  Aufgebaut und geleitet wird die neue Vermarktungs-Unit durch Dirk Wiedenmann, Gesamtvermarktungsleiter von Funke. Hauptsitz der Zeitschriftenvermarktung ist Hamburg, weitere Teams werden an den Standorten Essen, Düsseldorf, Frankfurt und München arbeiten. "Wir haben Respekt vor der Aufgabe, gehen sie aber mit großer Begeisterung und natürlich hoher Professionalität an. Vom Start weg werden wir alles daran setzen, unseren Kunden beste Kommunikationslösungen anzubieten", sagt Dirk Wiedenmann. 


"Alles aus einer Hand - ich freue mich, dass wir mit eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine für unsere Anforderungen und Wünsche optimale Vermarktungs-Unit aufbauen werden, das gibt uns ganz neue Möglichkeiten", betont Funke-Geschäftsführer Andreas Schoo. "Mein großer Dank gilt dem gesamten Team von Media Impact. Wir haben gemeinsam viel erreicht. Ich freue mich, dass uns die Kolleginnen und Kollegen auch in Zukunft unterstützen werden." 

Funke und Axel Springer hatten ihr Vermarktungsbündnis erst kürzlich nach fünf Jahren einvernehmlich gekündigt. Bis September soll die gemeinsame Vermarktung aufgelöst werden. In einzelnen Bereichen werde Funke aber auch weiterhin mit Media Impact zusammenarbeiten. dh 


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