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Condé Nast führt US- und internationales Geschäft zusammen

Jonathan Newhouse wird Präsident des Verwaltungsrats von Condé Nast
© Condé Nast
Jonathan Newhouse wird Präsident des Verwaltungsrats von Condé Nast
Condé Nast reagiert angesichts des rückläufigen Printgeschäfts mit einer neuen Struktur auf die Herausforderungen der Digitalisierung. Das US-Geschäft und Condé Nast International werden zusammengelegt, CEO Bob Sauerberg gibt seinen Posten auf. Jonathan Newhouse, bisher Chef von Condé Nast International, wird Chef des Verwaltungsrats. 
Der Verlag hatte bereits in den vergangenen Jahren die internationale Vernetzung seines Geschäfts vorangetrieben und sich dabei auf seine globalen Marken wie Vogue, Vanity Fair und GQ konzentriert. Die einzelnen Ländergesellschaften rückten dabei näher an das Hauptquartier von Condé Nast International in London heran. Nun geht der Großverlag noch einen Schritt weiter und legt das internationale und das US-Geschäft komplett zusammen. 


"Um das Potenzial von Conde Nast voll auszuschöpfen - für unser Publikum und unsere Geschäftspartner - ist es an der Zeit, dass die US-amerikanischen und internationalen Unternehmen wirklich als ein Unternehmen fungieren", teilen Jonathan Newhouse und Steve Newhouse als Repräsentanten des Condé Nast Board mit.

Im Zuge der Neustrukturierung wird CEO Bob Sauerberg das Unternehmen verlassen. Man habe die Suche nach einem neuen CEO mit internationaler Erfahrung eingeleitet. Bis dahin wird Sauerberg die Geschäfte von Condé Nast noch übergangsweise führen. Jonathan Newhouse, bislang CEO von Condé Nast International wird Präsident des Verwaltungsrats. Die weiteren Mitglieder der obersten Führungsebene, darunter Wolfgang Blau als Präsident des internationalen Geschäftsbereichs, bleiben in ihren Positionen. dh

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