VDZ-Jahres-PK

Zeitschriftenbranche zeigt sich resilient und kämpferisch - und attackiert die Regierung

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VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer
© Hans-Jürgen Herrmann/HORIZONT
VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer
Das ist schon heftig: Um satte 6,9 Prozent ging der Umsatz der Zeitschriftenbranche 2020 zurück, von über 20,2 auf 18,8 Milliarden Euro. Andererseits: Zu Beginn der Coronakrise musste man mit noch ungleich dramatischeren Zahlen rechnen. "Unsere Branche", sagt VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer, "hat den großen Stresstest hervorragend bestanden." Wenn da nur nicht die uneinsichtigen Politiker wären, die in Berlin und Brüssel das Kommando führen.

Es ist ein ziemlicher Spagat, den Scherzer da bei der Jahrespressekonferenz des Zeitschriftenverbands VDZ zusammen mit Präsident Rudolf Thiemann sowie Philipp Welte (Publikumszeitschriften) und Klaus Krammer (Deutsche Fachpresse) hinlegen muss. Einerseits gilt es, Stärke zu zeigen, Optimismus zu verbreiten und die Erfolgsgeschichten der Branche gebührend herauszustellen - und die gab es auch im Mega-Krisenjahr 2020 zweifellos. Gleichzeitig aber gilt es, so laut wie möglich Alarm zu schlagen. Wer eine freie Presse will, so der Tenor, muss die Macht der US-Plattformen beschränken, das EU-Verlegerrecht zum Schutz geistigen Eigentums zügig und ohne irgendwelche Verwässerungen in Deutschland umsetzen - und nicht zuletzt die Deutsche Post dazu bringen, damit aufzuhören, mit Preiserhöhungen jenseits des Erträglichen den Verlagen die Luft zum Atmen zu nehmen.


Aber wie fällt die Bilanz für 2020 nun im Detail aus? Die Rückgänge sind in einigen zentralen Bereichen richtig brutal.

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