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KKR übernimmt 43,5 Prozent an Axel Springer

KKR kann bei Axel Springer einsteigen
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KKR kann bei Axel Springer einsteigen
Der Finanzinvestor KKR hat sich deutlich mehr als 40 Prozent der Anteile an Axel Springer gesichert. Bis zum Ende der Annahmefrist lag die Quote bei 42,5 Prozent, teilte der Finanzinvestor am Montag mit. Darüber hinaus kommen weitere 1,04 Prozent dazu, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht verbucht waren. Somit liegt die Quote insgesamt bei etwa 43,54.

Das freiwillige Übernahmeangebot war am 21. August abgelaufen. Die Mindestannahmeschwelle von 20 Prozent war bereits Anfang des Monats überschritten worden. Der Aktienkurs verlor am Montag in einem insgesamt schwächeren Markt leicht. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Vollzugsbedingungen. Der Abschluss des Geschäfts erwartet KKR spätestens im ersten Quartal des nächsten Jahres. 



"Das Ergebnis des Angebots ist ein sehr starkes Fundament für die geplante strategische Partnerschaft mit KKR", erklärte Axel Springer-Chef Mathias Döpfner am Morgen in einer Mitteilung. "Wir konzentrieren uns in den kommenden Monaten auf die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie, die wir weiter beschleunigen werden", ergänzte er. 

Mit der Übernahme des Finanzinvestors sinkt der Streubesitz der Aktien rechnerisch knapp unter 5 Prozent. Neben dem Anteil von KKR von 43,54 Prozent, halten Friede Springer und Matthias Döpfner weitere 45,4 Prozent am Unternehmen. Die beiden Enkel Axel Sven und Ariane Melanie Springer hielten bislang zusammen 9,8 Prozent, geben im Rahmen der Transaktion aber 3,7 Prozent ab. 


Wenn der Streubesitz unter 15 Prozent fällt, droht laut Analysten der Abstieg aus dem MDax in den Nebenwerteindex SDax. Bei einem Streubesitz unter zehn Prozent fallen Unternehmen aus allen bedeutenden Indizes der Deutschen Börse heraus. 

KKR hatte pro Springer-Aktie 63 Euro geboten. Auf Arbeitnehmerseite herrschte in den vergangenen Wochen weiter Ungewissheit darüber, was der Finanzinvestor mit dem Verlag vorhat, um seine Renditeziele zu erreichen. In der vergangenen Woche hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" über Befürchtungen des Betriebsrats vor einer Zerschlagung des Konzerns berichtet. Springer wiederum betonte im Juni, dass keine Entscheidung der künftigen Gesellschafter ohne Zustimmung von Friede Springer getroffen werden könne. Das sehe die Vereinbarung mit dem Investor vor. KKR werde zudem keinen Einfluss auf journalistische Inhalte ausüben. dpa

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