UIM-Studie

E-Mails legen weiter kräftig zu

E-Mails sind beliebt
© United Internet Media
E-Mails sind beliebt
Whatsapp und dem Facebook Messenger zum Trotz - auch wenn E-Mail klingt wie eine Kommunikationsform aus dem letzten Jahrtausend, so ist die digitale Briefform doch beliebter denn je. 88 Prozent der Deutschen, 96 Prozent der österreichischen und 88 Prozent der Schweizer Internetnutzer arbeiten mit E-Mails. Das ergibt zumindest die Studie "E-Mail für Dich", die United Internet Media – der Vermarkter von GMX und Web.de – in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse dürften UIM freuen, zumal die Relevanz der Kommunikationsform im Vorjahresvergleich erstaunlich stark zugenommen hat.

Die Studie wird zum zweiten Mal aufgelegt und betrachtet erneut die gesamte DACH-Region. In Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die Bedeutung von E-Mails im Alltag danach zugenommen – in allen untersuchten Dimensionen und in allen drei Ländern teilweise um mehr als 10 Prozentpunkte. "Ohne die E-Mail könnte ich viele Dinge nicht erledigen" sagen 62,3 Prozent der Deutschen (2017: 54,2), 64,2 Prozent der Österreicher (55,4) und 62,4 Prozent der Schweizer (55,6). Als täglichen Begleiter bezeichnen E-Mail lesen oder schreiben in Deutschland 63,6 Prozent (51,7), in Österreich 63,7 Prozent (50,5) und in der Schweiz 61,1 Prozent (52,5). Auch in der letzten Dimension „E-Mail lesen oder schreiben ist eines der ersten Dinge am Tag, die ich im Internet mache“ sind die Werte stark gestiegen: von 44 auf 53,1 Prozent in Deutschland, von 39,5 auf 47,9 Prozent in Österreich und von 40,3 auf 46 Prozent in der Schweiz.



Für diesen Aufschwung macht UIM drei Gründe aus. Zum einen steigt das E-Mail-Aufkommen seit Jahren, so dass sich hier ein Trend weiter fortsetzt. Zum anderen nutzen viele User ihr E-Mail-Konto, um sich bei anderen Diensten anzumelden und die Kommunikation darüber abzuwickeln, zum Beispiel die Abwicklung einer Bestellung bei Amazon. Drittens profitiert E-Mail aber auch von den andauernden Diskussionen um die Datensicherheit bei Facebook. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die seit letztem Jahr in Kraft ist, scheint das Bewusstsein für Sicherheit zusätzlich gesteigert zu haben. "Den Nutzern kommt es bei der privaten Kommunikation im Internet in erster Linie auf Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit an", kommentiert UIM die Werte.

Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit bezeichnen knapp 89 Prozent der Befragten als wichtig oder sehr wichtig. Zuverlässigkeit und Usability stehen auf Platz 2 mit 82,6 Prozent. Verfügbarkeit und Popularität ist rund zwei Drittel wichtig.


Insgesamt zählt E-Mailen in den drei Ländern zu den relevantesten Diensten. Jeweils mehr als ein Viertel hält die Kommunikationsform für unverzichtbar. "Die E-Mail stellt die Schaltzentrale im Internet dar, über die sich das digitale Leben organisiert, sowohl privat als auch geschäftlich", sagt Rasmus Giese, CEO von United Internet Media.

Bei der Frage danach, wann die E-Mail-Adresse genutzt wird, bestehen jedoch zwischen den Ländern sichtbare Unterschiede. So rangieren Online-Auktionen in Deutschland auf Platz 2 und damit viel weiter oben, als in Österreich und in der Schweiz. In Österreich werden dagegen öffentliche Einrichtungen stark genutzt. In der Schweiz spielt dafür die Ticketbuchung eine größere Rolle.

Instant Messenger und Soziale Netzwerke verlieren jedoch nicht an Bedeutung, im Gegenteil, sie sind ebenfalls auf dem Vormarsch und gewinnen bei immer mehr E-Mailern an Bedeutung. In Österreich legen Soziale Netzwerke besonders stark hinzu. Instant Messenger werden in in Deutschland schon von 89,6 Prozent genutzt. pap

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