"Twin Breaks"

SevenOne Media testet zweigeteilte Werbeblöcke

SevenOne Media-Geschäftsführer Guido Modenbach
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SevenOne Media-Geschäftsführer Guido Modenbach
Seven-One Media testet im kommenden Frühjahr ein komplementäres Preissystem. Bei den sogenannten "Twin Breaks" wird der Werbeblock in zwei Teile unterteilt. Dabei ist die zweite Hälfte für Werbespots vorgesehen, die sich in erster Linie an Frauen beziehungsweise "haushaltsführende Zielgruppen" richten. Die Aufteilung der Werbepause in zwei Teile wird von Seven-One Media auch von neuen Tarifen begleitet.

Konkret sinken die Preise für weibliche und haushaltsführende Zielgruppen. Die neue Preissystematik wird zunächst von Februar bis April kommenden Jahres für drei Monate getestet und gilt für alle Zeitschienen bei Pro Sieben. Die Aufteilung der Produkte innerhalb der Twin Breaks wird nach Nielsen-Kategorien definiert.



"Mit den neuen 'Twin Breaks' können unsere Kunden weibliche beziehungsweise haushaltsführende Zielgruppen wesentlich effizienter erreichen. Damit erhöhen wir den Anteil effizienter Flächen in diesen stark nachgefragten Zielgruppensegmenten", erklärt Seven-One-Geschäftsführer Guido Modenbach. "Perspektivisch lösen wir uns von der starren 14–49-Sicht und bieten dem Markt ein differenziertes Pricing mit effizienten Angeboten in unterschiedlichen Zielgruppen." Durch die Aufteilung würden sich de facto zwei Werbeblöcke ergeben, die nacheinander laufen. Im ersten Teil ist durch die neue Systematik nur eine Erstplatzierung buchbar, während im zweiten Teil nur eine Letztplatzierung buchbar ist. 

Der Kundenverband OWM hatte in der Vergangenheit wiederholt die pauschale Abrechnung von Blockreichweiten durch die TV-Vermarkter bemängelt und ein Abrechnungsmodell auf Basis von Einzelspot-Reichweiten gefordert. Die neuen Twin Breaks können daher auch als Zugeständnis von Seven-One Media an die Forderungen der Werbekunden gewertet werden, indem der Vermarkter seine Werbeblöcke preislich zumindest ein Stück weit ausdifferenziert. dh 

"Wir bieten dem Markt ein differenziertes Pricing" 

Warum werden die Spots, die sich an Frauen bzw. haushaltsführende Zielgruppen richten, in der zweiten Hälfte des Werbeblocks platziert? 
Guido Modenbach: Es handelt sich um eine Testphase und hier konzentrieren wir uns aus Gründen der Vereinfachung zunächst auf den zweiten Teil des Werbeblocks. Ob dies dann auch so bleibt, sollten wir mit den "Twin Breaks" in den Regelbetrieb gehen, ist im Moment noch völlig offen. 


Werden die Spots in der ersten Hälfte des Werbeblocks entsprechend teurer oder wie fangen Sie die niedrigeren Preise auf? 
Zunächst mal liegt der Fokus auf dem zweiten Block – hier wollen wir mit dem neuen Pricing-Modell mehr effiziente Fläche für Produkte bieten, deren Kommunikation sich an haushaltsführende- bzw. weibliche Zielgruppen richtet. Perspektivisch lösen wir uns jedoch von der starren 14-49 Sicht und bieten dem Markt ein differenziertes Pricing mit effizienten Angeboten in unterschiedlichen Zielgruppen. 

Was bedeutet die Aufteilung der Werbeblöcke für die Eckplatzierungen innerhalb des Werbeblocks? 
Durch die Aufteilung ergeben sich de facto zwei Werbeblöcke, die nacheinander laufen. Im ersten Teil ist nur eine Erstplatzierung buchbar, während im zweiten Teil nur eine Letztplatzierung buchbar ist. 



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