In den USA hat der Super Bowl weniger Zuschauer vor den Bildschirm gelockt
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In den USA hat der Super Bowl weniger Zuschauer vor den Bildschirm gelockt
Der Super-Bowl-Sieg der New England Patriots gegen die Los Angeles Rams hat in den USA die wenigsten TV-Zuschauer seit mehr als einem Jahrzehnt vor die Bildschirme gelockt. Das Finale der National Football League sahen beim Sender CBS nach vorläufigen Angaben des Analyseunternehmens Nielsen durchschnittlich 98,2 Millionen Menschen. Der deutsche Super-Bowl-Sender Pro Sieben kann dagegen mehr als zufrieden sein.

In den USA ist der Super Bowl im Sinkflug. Seit dem Höchstwert von 114,4 Millionen Zuschauern beim Sieg der Patriots über die Seattle Seahawks im Jahr 2015 ging die Zuschauerzahl in jedem Jahr zurück. 2018 sahen noch 103,5 Menschen die Niederlage von New England gegen die Philadelphia Eagles. Weniger Zuschauer als dieses Jahr waren es zuletzt 2008.



Der Sender CBS teilte mit, dass der 53. Super Bowl in den USA inklusive Streamingdiensten von 100,7 Millionen Menschen gesehen wurde. In sozialen Netzwerken beklagten Zuschauer, dass das defensiv geprägte Spiel langweilig gewesen sei.

Während bei CBS gedrückte Stimmung herrscht, sorgt der Super Bowl hierzulande für gute Laune. Pro Sieben, das den 53. Super Bowl live übertrug, erzielte im Schnitt 43,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und liegt damit deutlich über den Werten der Premiere auf dem Sender im letzten Jahr. Damals hatte Pro Sieben einen Marktanteil von 39,6 Prozent erzielt. Den bisherigen Quotenrekord hatte Sat 1 im Jahr 2016 errungen. Damals lag der Marktanteil bei 43,5 Prozent.


American Football hat auch jenseits des Super Bowl in der Sendergruppe gut funktioniert. So erzielte ProSieben MAXX mit 4,4 Prozent Marktanteil bei den 14-49-Jährigen im Schnitt die beste NFL-Saison seit dem Start im Jahr 2015. Die Marktanteile bei den NFL-Übertragungen seien im Vergleich zur letzten Saison um 66 Prozent gestiegen, teilt Daniel Rosemann mit. Der Pro-Sieben- und Pro-Sieben-MAXX-Senderchef spricht daher auch von einem echten Boom der Sportart. mas

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