TV-Preise

"The Marvelous Mrs. Maisel" und "Game of Thrones" räumen bei den Emmy Awards ab

"The Marvelous Mrs. Maisel"-Hauptdarstellerin Rachel Brosnahan wurde als beste Hauptdarstellerin geehrt
© Amazon/Sarah Shatz
"The Marvelous Mrs. Maisel"-Hauptdarstellerin Rachel Brosnahan wurde als beste Hauptdarstellerin geehrt
Die Amazon-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" ist der große Gewinner der diesjährigen Emmy-Verleihung. Die in den 50er Jahren spielende Comedyserie bekam acht Trophäen, unter anderem als beste Comedyserie und für die beste Hauptdarstellerin. Als beste Dramaserie wurde erneut das Fantasy-Epos "Game of Thrones" ausgezeichnet.  

Neben dem Preis als beste Comedyserie für "The Marvelous Mrs. Maisel" gewann auch Rachel Brosnahan in der Titelrolle als aufstrebende Comedian Midge Maisel im New Yorker East Village den Emmy als beste Schauspielerin in einer Comedyserie. Weitere Preise gab es für Regisseurin und Autorin Amy Sherman-Palladino und Nebendarstellerin Alex Borstein. Die charmante Serie kam auf insgesamt acht Preise; sie läuft in Deutschland im Streaming-Angebot von Amazon. 

In den Dramakategorien wurde die Fantasyreihe "Game of Thrones" zum dritten Mal als beste Serie ausgezeichnet. Der Schauspieler des "Gnoms" Tyrion Lennister, Peter Dinklage, gewann auch den Preis als bester Nebendarsteller in einer Dramaserie. Insgesamt kam die Sky-/RTL2-Serie auf neun Auszeichnungen, viele davon allerdings bereits in den am vergangenen Wochenende vergebenen kleineren Sparten wie Makeup und Spezialeffekte. 

Großer Verlierer bei den Dramen war der Vorjahressieger "The Handmaid's Tale": 20 Mal war das dystopische Drama über eine nahe Zukunft, in der Frauen brutal unterdrückt werden, nominiert, nur drei Siege gab es. Auch der komplexe Sci-Fi-Western "Westworld" gewann nur vier Preise bei 21 Nominierungen - beide wären mutigere Sieger als "Game of Thrones" gewesen. 

Gewohnt gut lief es dagegen für "Saturday Night Live" mit acht Auszeichnungen. Künstlerisch muss das Team um Produzent Lorne Michaels sich aber Kritik gefallen lassen: Zum ersten Mal seit den späten 80er-Jahren wurden sie für die Gags und Laudationen der chronisch quotenschwachen Emmys angeheuert, doch die dreistündige Show litt unter einigen Hängern, die beim Star-Publikum im Microsoft Theater sichtliche Ratlosigkeit hinterließen. 

Auffällig auch die Abwesenheit des derzeit häufigsten unsichtbaren Gasts bei US-Award-Zeremonien: Donald Trump. Hatte Robert de Niro noch beim Theaterpreis Tony "Fuck Trump!" in die Mikrofone geschrien, so blieben die Fernsehstars am Montag ungewohnt zahm. Einzig Late-Night-Moderatorin Samantha Bee gönnte sich einen bissigen Seitenhieb und sagte: "Ich schaue gerade immer dieses sehr schockierende dystopische Drama namens "Die Nachrichten". Aber sie müssen wirklich mal die Hauptrolle neu besetzen." dpa 

Die Preisträger der wichtigsten Kategorien

Beste Dramaserie - "Game of Thrones"

Beste Comedyserie - "The Marvelous Mrs. Maisel"

Beste Miniserie - "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story"

Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie - Claire Foy für "The Crown"

Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie - Matthew Rhys für "The Americans"

Beste Regie in einer Dramaserie - Stephen Daldry für "The Crown"

Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie - Rachel Brosnahan für "The Marvelous Mrs. Maisel"

Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie - Bill Hader für "Barry"

Beste Regie in einer Comedyserie - Amy Sherman-Palladino für "The Marvelous Mrs. Maisel"

Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie - Regina King für "Seven Seconds"

Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie - Darren Criss für "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story"

Beste Talkshow - "Last Week Tonight with John Oliver"

Beste Sketchshow - "Saturday Night Live"

Beste Castingshow - "RuPaul’s Drag Race"




stats