TV-Marktanteile

Sat 1 holt mit Boris-Becker-Interview nur maue Einschaltquoten

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Sichtlich schlanker und laut eigener Darstellung geläutert: Boris Becker
© SAT.1/Nadine Rupp
Sichtlich schlanker und laut eigener Darstellung geläutert: Boris Becker
Das Exklusiv-Interview mit Boris Becker ist am Dienstagabend nur auf mäßiges Interesse gestoßen. Im Schnitt verfolgten rund 1,5 Millionen Menschen das inklusive Werbung über zwei Stunden lange Gespräch von Steven Gätjen mit dem ehemaligen Tennis-Star, der kürzlich vorzeitig aus der Haft entlassen wurde. 
Angesichts des großen medialen Rummels rund um das Exklusiv-Interview mit dem ehemaligen Tennis-Idol dürften die Erwartungen bei Sat 1 sicher größer gewesen sein. Im Schnitt konnte das "Sat 1 Spezial: Boris Becker" gerade einmal 1,55 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme locken. Der Marktanteil lag bei 5,8 Prozent.

Die Netto-Reichweite, also die Gesamtzahl der Zuschauer, die zumindest mal kurz in das Interview hineingeschaltet haben, lag mit 5,2 Millionen Zuschauern wesentlich höher. Sat 1 konnte die allermeisten Zuschauer also nicht besonders lange auf dem Sender halten. 

Auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lief es für Sat 1 nicht wesentlich besser: Mit durchschnittlich gerade einmal 407.000 Zuschauern musste sich die Sondersendung zur besten Sendezeit nicht nur einer alten Folge von "Joko & Klaas gegen Pro Sieben", sondern auch der ARD-Serie "In aller Freundschaft" und sogar der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" geschlagen geben. Der Marktanteil bei den jungen Zuschauern lag bei 6,9 Prozent. 

Über mangelnde mediale Aufmerksamkeit kann sich Sat 1 indes nicht beklagen: Zahlreiche Medien griffen das Interview mit Becker auf, diverse Nachrichtenportale begleiteten die Sendung sogar per Live-Ticker. Die Bild hob "Beckers Tränen-Beichte" heute sogar auf die Titelseite. dh
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