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Umsatz der RTL Group bricht im 2. Quartal ein / Keine Prognose für 2020

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Die Zentrale der RTL Group in Luxemburg
© RTL Group
Die Zentrale der RTL Group in Luxemburg
Der Medienkonzern RTL Group gibt nach massiven Einbußen bei Werbeerlösen in der Corona-Pandemie auch weiterhin keine Prognose für das laufende Jahr ab. Es stehe aber schon fest, dass Umsatz und operatives Ergebnis deutlich unter dem Niveau von 2019 und anderen früheren Jahren liegen werden, teilte die im MDax notierte Bertelsmann-Tochter am Donnerstag in Luxemburg mit.
Im ersten Halbjahr sank der Erlös der Gruppe um rund 16,4 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro und das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Firmenwerte (Ebita) fiel um mehr als die Hälfte auf 258 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 156 Millionen Euro, nach 443 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. 

Vor allem das zweite Quartal war ein Schlag ins Kontor: Im Zeitraum von April bis Juni brach der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28,3 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro ein, wobei RTL betont, dass 50 Prozent des Umsatzrückgangs durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden konnten. Vor allem die Werbeerlöse sind im 2. Quartal mit einem Minus um 40 Prozent massiv eingebrochen. 

Im dritten Quartal sollte sich der Rückgang des TV-Werbeumsatzes im Vergleich zu den drei Monaten bis Ende Juni deutlich verlangsamen. Aktuell werde im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von zehn Prozent erwartet - sofern sich die Marktbedingungen weiter normalisieren. Da die Unsicherheit gerade mit Blick auf das für TV-Konzerne wichtige vierte Quartal sehr hoch bleibe, sei weiter keine konkrete Prognose für 2020 möglich. dpa/dh
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