White-Label-Lösung

RTL Group baut gemeinsame Streamingplattform für seine Töchter auf

CEO Bert Habets beim Management Summit 2018 der RTL Group
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CEO Bert Habets beim Management Summit 2018 der RTL Group
Die RTL Group will die Zusammenarbeit ihrer Tochtergesellschaften stärken. Der TV-Konzern entwickelt eine übergreifende Streamingplattform, die künftig alle Sender nutzen sollen. Außerdem wird die Kooperation der Sender mit der Produktionstochter Fremantle Media intensiviert. Das beschlossen die Manager beim Management Summit der RTL Group in Luxemburg.
Die gemeinsame Video-on-Demand-Plattform soll im kommenden Jahr gemeinsam von den RTL-Tochtergesellschaften in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden entwickelt werden. Dabei sollen die einzelnen Sender die gemeinsame technische Plattform für ihre jeweiligen Bedürfnisse flexibel anpassen können. "Mit dem sich schnell ändernden Verbraucherverhalten und dem Aufkommen globaler Technologiegiganten hat sich unsere Branche von einer lokalen zu einer globalen Wettbewerbslandschaft gewandelt. Deshalb haben wir eine umfassende konzernweite Transformation begonnen", erklärt RTL-Group-CEO Bert Habets.


Man verfolge das strategische Ziel, in den Märkten mit einer starken Marktposition auch "lokale Streaming-Champions" aufzubauen, betont Habets. Ein ähnliches Ziel verfolgt hierzulande auch Pro Sieben Sat 1 Media, die in Deutschland eine senderübergreifende Streamingplattform - inklusive ARD und ZDF - aufbauen wollen. Weitere Details zu den Wachstumplänen im Bereich Video-on-Demand will die RTL Group bei der Präsentation ihrer Jahresbilanz für 2018 im kommenden März bekannt geben. In Deutschland hat die Mediengruppe RTL Deutschland seine VoD-Plattform TV Now gerade erst überarbeitet. In dieser Woche die Beta-Version online gegangen. 

Auch im Produktionsbereich sollen die traditionell sehr unabhängig agierenden Töchter der RTL-Gruppe künftig enger zusammenarbeiten. So ist geplant, dass die Produktionstochter Fremantle Media künftig enger mit den jeweiligen TV-Gruppen zusammenarbeitet. RTL will in den kommenden Jahren massiv in eigene Inhalte investieren, auch um unabhängiger von US-Produktionen zu werden. 


In Deutschland ist die Fremantle-Tochter UFA bereits der wichtigste Produzent für die Sender der RTL-Mediengruppe. In anderen Ländern sieht man bei der Vergabe von Produktionsaufträgen innerhalb der eigenen Gruppe aber offenbar noch Luft nach oben. Darüberhinaus soll Fremantle aber auch künftig "High-End-Serien" für Schlüsselmärkte wie Deutschland, Großbritannien die USA und Frankreich produzieren. dh
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