TTDSG

Wie das neue Datenschutzgesetz die IVW-Onlinemessung ins Wanken bringt

   Artikel anhören
Die neue Datenschutzgesetzgebung bereitet Medien und Vermarktern Kopfzerbrechen
© imago images / Michael Weber
Die neue Datenschutzgesetzgebung bereitet Medien und Vermarktern Kopfzerbrechen
Datendilemma: Der Name des neuen Telekommunikation- Telemedien-Datenschutzgesetzes ist sperrig – und seine Wirkung einschneidend für viele werbefinanzierte Onlinemedien. Aktuell verzerrt es die Visits mancher Websites. Doch langfristig könnte es zum Aus der bisherigen IVW-Messung führen. Und zu einem Wildwuchs wenig vergleichbarer Systeme.

Die Kommunikationswirtschaft ist mit aus ihrer Sicht überbordender und wenig zielführender Datenschutzregulierung seit langem leidgeprüft – und mit den Wortungetümen dahinter. Ganz neu im Spiel dagegen ist dieses hier: das Telekommunikation- Telemedien-Datenschutzgesetz (TTDSG). Es wurde gerade Ende Mai von Bundestag und Bundesrat beschlossen und soll die Rechtsunsicherheiten beenden zwischen den deutschen Vorschriften und der Europäischen Datenschutz- Grundverordnung (DSGVO).


Eigentlich sollte ja die berühmt-berüchtigte europäische E-Privacy-Verordnung das alles klären – aber die lässt weiter auf sich warten. Nun also das TTDSG. Es wird am 1. Dezember in Kraft treten und ermöglicht Nutzern unter anderem, ihre (Nicht-)Zustimmung zu Cookies auch übergreifend in sogenannten "Personal Information Management Systems" (PIMS) zu hinterlegen. Und es begrenzt jenen heiklen
Graubereich, in dem Onlineanbieter und deren Vermarktungs- und Messdienstleister ihre Cookies weiterhin ohne Nutzerzustimmung glauben setzen zu dürfen.

Diesen H+ Artikel gratis weiterlesen!
Jetzt kostenfrei registrieren.

Die Registrierung beinhaltet
die beiden täglichen HORIZONT Newsletter.

 
Sie sind bereits registriert?
Der Nutzung Ihrer Daten können Sie jederzeit widersprechen.
Weitere Hinweise finden Sie unter Datenschutz.
stats