Trotz andauerndem Hackerangriff

Funke-Tageszeitungen erscheinen wieder in größeren Umfängen

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 Der Cyberangriff auf die Funke Mediengruppe ist noch nicht vorbei
© Funke Mediengruppe
Der Cyberangriff auf die Funke Mediengruppe ist noch nicht vorbei
Trotz des andauernden Hackerangriffs auf die Funke-Mediengruppe können die meisten Tageszeitungen des Verbundes an diesem Montag bereits wieder mit größeren Umfängen erscheinen. Das kündigte eine Sprecherin am Sonntag an. In Nordrhein-Westfalen werde mit 24 Seiten statt der achtseitigen Notausgabe am Tag nach dem Angriff geplant. An vielen anderen Standorten seien es 20 Seiten. Die Funke-Chefredakteure und Chefredakteurin Christine Richter würden sich zu dem Thema in den Montagsausgaben direkt an die Leser wenden.
Dutzende Kollegen haben laut der Sprecherin über das Weihnachtsfest daran gearbeitet, die IT-Systeme wiederherzustellen. Ziel sei dabei, sie nach und nach in eine neue, "saubere" Infrastruktur zu bringen. "Dies ist angesichts der zahlreichen, bundesweiten Funke-Standorte und potenziell über 6000 infizierten Rechner ein komplizierter und zeitraubender Prozess, der uns allen viel abverlangt", erklärte sie.
Funke Zentrale 2019
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Funke Mediengruppe wird zum Ziel eines großen Hackerangriffs

Die Funke Mediengruppe ist am Dienstag nach eigenen Angaben Opfer eines Hackerangriffs geworden. "Davon betroffen sind bundesweit zahlreiche Systeme", wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Man arbeite mit Hochdruck an der Lösung. Unbekannte hätten die Systeme des Medienhauses verschlüsselt, was Cyber-Ermittler auf den Plan gerufen hat. Noch ist nicht klar, ob es um eine Erpressung geht.

Mehrere Räume in der Konzernzentrale seien zu einer "digitalen Waschstraße" umfunktioniert. Sie funktioniere wie eine Schleuse, oder ein Quarantänenetzwerk, das jedes verseuchte Gerät durchlaufen müsse. "Parallel dazu bauen wir an einem sicheren, neuen IT-Umfeld, um unsere journalistische und geschäftliche Arbeit neu hochzufahren."
„Es gab fast keine Beschwerden - im Gegenteil, sehr viele von Ihnen haben sich an uns gewandt und uns den Rücken gestärkt, uns Mut zugesprochen.“
Andreas Tyrock
Funke war am Dienstag Opfer eines schweren externen Hackerangriffs geworden, wie der Chefredakteur der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ), Andreas Tyrock, an die Leser (Montag) schreibt. Der Angriff halte unvermindert hart an. "Die Zeitungsseiten werden, vielerorts im Homeoffice, quasi von Hand gebaut. Alle Texte und Überschriften werden in Telefonaten zwischen Mediengestaltern und Redaktion Wort für Wort abgestimmt, Fotos sehr aufwendig eingearbeitet", schildert er. Ähnlich kompliziert verhalte es sich in den Druckereien. Tyrock bedankt sich bei den Mitarbeitern und bei den Lesern. "Es gab fast keine Beschwerden - im Gegenteil, sehr viele von Ihnen haben sich an uns gewandt und uns den Rücken gestärkt, uns Mut zugesprochen." dpa
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