Traditionsblatt

Digitalgeschäft der "New York Times" flaut ab

Die "New York Times" hofft auf sprudelnde Werbeerlöse im mobilen Internet
dpa
Die "New York Times" hofft auf sprudelnde Werbeerlöse im mobilen Internet
Das wichtige Digitalgeschäft der "New York Times" ist im Frühjahr nicht mehr ganz so rund gelaufen. In den drei Monaten bis Ende Juni verlangsamte sich das Kundenwachstum deutlich, wie die New York Times Company - der Verlag hinter dem Traditionsblatt - am Mittwoch mitteilte.

Unterm Strich kamen bei den kostenpflichtigen Web-Angeboten 109.000 neue Abonnenten hinzu, wobei 41.000 davon nicht mit News-Inhalten, sondern etwa mit Kochrezepten und Kreuzworträtseln gewonnen wurden. In den Vorquartalen waren 139.000 beziehungsweise 157.000 neue Kunden hinzugekommen. An der Börse kamen die Zahlen schlecht an - die Aktie fiel zeitweise um rund sechs Prozent.


Insgesamt beendete die "New York Times" das Quartal mit 3,8 Millionen Abonnenten, von denen 2,9 Millionen ausschließlich digitale Angebote beziehen. Das Geschäft mit Anzeigen im Internet schwächelte jedoch - die Online-Werbeerlöse sanken im Jahresvergleich um 7,5 Prozent. Im klassischen Printbereich sieht es noch schlechter aus - hier gab es ein Minus von 11,5 Prozent.

Da der Schwenk zu Bezahlinhalten die Einnahmen durch Abogebühren kräftig erhöht, steigerte der Verlag den Umsatz insgesamt trotzdem um 1,8 Prozent auf 414,6 Millionen Dollar. Der Nettogewinn wuchs sogar um 51 Prozent auf 23,6 Millionen Dollar (20,3 Mio Euro), im Vorjahr hatte es aber hohe Sonderkosten gegeben. dpa



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