Thomas Schultz-Homberg

Digitalchef der FAZ wird CEO von DuMonts Regionalmedien

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Thomas Schultz-Homberg
© DuMont
Thomas Schultz-Homberg
Gestern hatte die FAZ den Abschied ihres Digitalchefs angekündigt, nun ist auch bekannt, wo es Thomas Schultz-Homberg hinzieht: Der 52-Jährige wird ab Oktober CEO des Regionalmedienverlags von DuMont. Dort soll er die Digitalisierung des Kölner Stadt-Anzeigers und des Express vorantreiben. 
Die Berufung des ausgewiesenen Digitalexperten ist ein klares Signal, dass DuMont die Zukunft seiner Regionalmedien im Digitalen sieht. In den vergangenen Jahren hatte DuMont die konsequente Digitalisierung seiner regionalen Zeitungen weitgehend verschlafen.


So hatte der Verlag bei seinen Kölner Zeitungen erst im vergangenen Jahr ein Paid-Content-Modell eingeführt. Die meisten anderen Regionalzeitungen haben bereits vor Jahren entsprechende Bezahlmodell eingeführt. Schultz-Homberg soll die nach dem publizistischen Ausverkauf bei DuMont verbliebenen Zeitungen nun in die Zukunft führen. 

"Wir freuen uns sehr, mit Thomas Schultz-Homberg einen herausragenden Digitalexperten für die unternehmerische Aufgabe des CEO unseres Regionalmedienverlags in Köln gewonnen zu haben", sagt DuMont-Chef Christoph Bauer, der die Regionalmedien aktuell interimistisch leitet. "Er bringt umfassende Erfahrungen sowohl als Journalist als auch als Manager mit. Die aus unserer Sicht ideale Expertise, um die weitere Digitalisierung unseres Verlagsgeschäfts, insbesondere unserer starken Titel Kölner Stadt-Anzeiger und Express, voranzutreiben." 


Schultz-Homberg ist derzeit noch Chief Digital Officer der FAZ Verlagsgruppe. Zuvor war der Absolvent der Journalistenschule von Axel Springer unter anderem stellvertretender Chefredakteur der Morgenpost Sachsen und Mitglied der Geschäftsleitung der DDV Mediengruppe (Sächsische Zeitung). "Die Entwicklung eines so traditionsreichen Hauses mitgestalten zu dürfen, ist eine große Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Mit qualitativ herausragenden Produkten, die Leser und Anzeigenkunden gleichermaßen begeistern, gehört dem digitalen Journalismus die Zukunft", sagt der designierter CEO. dh
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