Suggested Posts

Instagram will User mit neuer Funktion länger in der App halten

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Die "Suggested Posts" basieren auf dem Content, den die Instagram-Nutzer gerne konsumieren
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Die "Suggested Posts" basieren auf dem Content, den die Instagram-Nutzer gerne konsumieren
Nutzern so viel relevanten und interessanten Content wie möglich zu präsentieren, damit sie möglichst lange online bleiben, gilt als Schlüssel zum Erfolg für Social-Media-Plattformen wie Instagram. Die App treibt dieses Ziel nun mithilfe eines neuen Features weiter voran, den sogenannten "Suggested Posts". Diese werden jedoch an wenig prominenter Stelle ausgespielt, nämlich am Ende des individuellen Newsfeed eines jeden Nutzers - wo viele gar nicht erst hingelangen.
Wer trotz der Vielzahl an Beiträgen und Stories bei Instagram ab und zu mal bis zum Ende seines Feeds scrollt, dem dürfte dort eine neue Funktion auffallen: Seit einigen Tagen tauchen an der Stelle, wo bislang nur die Info "Du bist auf dem neuesten Stand" erschien, die sogenannten "Suggested Posts" auf. Dabei handelt es sich um den Content von Accounts, denen der User bislang noch nicht folgt. Auch Werbeanzeigen werden dort nun ausgespielt.


Welche Inhalte das neue Feature anpreist, hängt davon ab, welchen Accounts der jeweilige Nutzer bereits folgt. Damit soll eine größtmögliche Relevanz der Vorschläge erreicht und die Verweildauer in der App erhöht werden. Um die Funktion von der des "Explore Feed" abzuheben, werden in den "Suggested Posts" keine IGTV- oder Reels-Inhalte ausgespielt.

Für Werbungtreibende bietet das neue Instagram-Feature eine weitere Option innerhalb der App, um Werbeinhalte zu platzieren. Der Grundgedanke, die Nutzungsdauer von Instagram über die vorgeschlagenen und bisher nicht bekannten Posts zu erhöhen, wird für manch einen Kritiker nicht ganz stimmig zum bisher kommunizierten Ansatz der Plattform bezüglich einer verantwortungsvollen Nutzung daherkommen. Denn der Hinweis, auf dem neuesten Stand zu sein, sollte laut Instagram auch dazu dienen, den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Screentime zu geben und diese gegebenenfalls zu limitieren, gerade weil viele Menschen während der Corona-Krise öfter in Social-Media-Apps aktiv waren als sonst.


Die Tatsache, dass die "Suggested Posts" nur sichtbar werden, wenn man es bis zum Ende des eigenen News-Feeds schafft, dürfte allerdings bei vielen Nutzern dazu führen, dass sie diese neue Funktion selten bis nie wahrnehmen werden, auch weil Stories und Reels einen Großteil der Instagram-Nutzungsdauer in Anspruch nehmen. hmb
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