Südwestdeutsche Medienholding

Christian Wegner soll auf Richard Rebmann folgen

Christian Wegner
Christian Wegner
Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) hat offenbar einen Nachfolger für Richard Rebmann gefunden. Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung soll der ehemalige Digitalvorstand von Pro Sieben Sat 1 Media, Christian Wegner, werden. Das berichten Kress und das Medium Magazin. 
Zuletzt hieß es aus dem Kreis der Gesellschafter der Medienholding, zu der unter anderem die Süddeutsche Zeitung und die Stuttgarter Zeitung sowie etliche Regionalzeitungen gehören, dass sich die Suche nach einem Nachfolger für Rebmann schwierig gestalte. Mit Wegner hat die Zeitungsgruppe nun einen ausgewiesenen Digitalexperten engagiert. Der 44-Jährige war bis Ende 2016 Vorstand Digital Ventures & Commerce von Pro Sieben Sat 1 Media. Seine Berufung kann als Signal gewertet werden, dass der Verlag die digitale Transformation vorantreiben will. 


Wegner begann seine Karriere nach der Promotion als Berater bei McKinsey. 2004 wechselte er zu Pro Sieben Sat 1, wo er unter anderem die Integration von SBS verantwortete und Vorsitzender der Geschäftsführung von Pro Sieben Sat 1 Produktion war. 2011 wurde er in den Vorstand berufen, wo er zunächst das Segment Digital & Adjacent verantwortete. Ende 2016 schied er aus dem Unternehmen aus. 

Die Gesellschafter der Südwestdeutschen Medienholding müssen der 
Berufung von Wegner zum Vorstand der Geschäftsführung noch zustimmen - laut Kress und Medium Magazin treffen diese sich am Donnerstag, die Bestätigung der Personalie gelte als sicher. 


Zu der Gruppe, die aus dem Stuttgarter Zeitungsverlag hervorgegangen ist, gehören insgesamt 16 Tageszeitungen, ebenso viele Anzeigenblätter, 150 Fachzeitschriften und diverse Radiobeteiligungen. Die bekanntesten Titel der Holding sind die 2008 mehrheitlich übernommene Süddeutsche Zeitung, die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten, die Esslinger Zeitung und der Schwarzwälder Bote. Hauptanteilseigner der SWMH sind die Medien Union Ludigwshafen und die Gruppe Württembergischer Verleger, die jeweils 47,5 Prozent an der Gesellschaft halten. dh
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