Streaming-Plattformen

Wie TV Now und Joyn die Macht von Netflix & Co. brechen wollen

Die Ausgaben für Streamingdienste steigen
© Netflix
Die Ausgaben für Streamingdienste steigen
Wenn es um die Zukunft geht, ist die Medienbranche nie verlegen um markige Worte. "2019 ist das Jahr der Disruption in der Fernsehbranche", schreibt Yougov. Tatsächlich könnte 2019 ein entscheidendes Jahr für die deutsche TV-Industrie sein. Denn die – immer noch hohen – Werbeerlöse im klassischen Geschäft fließen zäher und der Druck, alternatives Digitalgeschäft aufzubauen, steigt. Mit den Streaming-Plattformen TV Now und Joyn unternehmen die Mediengruppe RTL Deutschland und Pro Sieben Sat 1 endlich einen beherzten Versuch, die Macht von Netflix und Amazon zu brechen. 
Youtube, Amazon und Netflix dominieren derzeit den digitalen Videomarkt. Seit dem Markteintritt der Abo-Dienste Netflix und Amazon Prime Video im Jahr 2014 hat die Begeisterung über die qualitativ hochwertigen Inhalte der US-Konzerne nicht mehr abgenommen, sie locken von Monat zu Monat neue Abonnenten an. Wie viele mittlerweile tatsächlich einen der beiden Bezahldienste nutzen, ist jedoch unklar. Weder Amazon noch Netflix berichten über ihre deutschen Abonnentenzahlen. 

Laut einer Umfrage von Yougov aus dem März geben schon 70 Prozent der 14- bis 34-Jährigen an, mindestens ein Streaming-Abo abgeschlossen zu haben. Rund 50 Prozent sind bei Netflix, circa 35 Prozent bei Amazon. Bei den Über-35-Jährigen sagt immerhin jeder Fünfte, dass er ein Netflix-Abo hat, jeder Vierte einen Prime-Video-Zugang. Stimmen diese Zahlen, dann haben die US-Konzerne in den vergangenen vier Jahren einen gewaltigen Siegeszug hingelegt und lassen die hiesigen Player – vor allem die Privaten – alt aussehen.

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