Streaming

Magine TV verschwindet vom deutschen Markt

Auf MagineTV gab es auch reichlich Sport zu sehen
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Auf MagineTV gab es auch reichlich Sport zu sehen
Die Zahlen von Netflix dokumentieren es jedes Quartal aufs Neue: Der Streaming-Markt boomt wie kaum ein anderer. Doch obwohl immer mehr Verbraucher Streaming-Dienste nutzen, schreitet auch in diesem Segment die Konsolidierung unaufhaltsam voran. Jüngstes Beispiel ist Magine TV. Der Dienst macht Ende Februar in Deutschland dicht.
Magine hat seinen Streaming-Dienst an den Schweizer Konkurrenten Zattoo verkauft. Wieviel Zattoo für den Dienst hinblättert, ist nicht bekannt. Magine wurde im März 2013 in Schweden gegründet. Hierzulande ist der Streaming-Dienst, der alle relevanten Free-TV- und viele Pay-TV-Sender in HD-Qualität bietet, seit April 2014 verfügbar.


Das Aus begründet das Unternehmen 
mit einer strategischen Neuausrichtung. "Magine begann als Anbieter von Web-TV für Endkunden, verfolgt aber seit einiger Zeit die Strategie, in erster Linie ein Business-to-Business-Anbieter zu sein", erklärt Kamal Bherwani, Chairman von Magine, die Hintergründe. "Entsprechend haben wir uns nun entschieden, nicht länger auf mehrere Geschäftsmodelle zu setzen, sondern uns auf unsere B2B-Strategie zu fokussieren", so Bherwani weiter. 

Den rund 150.000 aktiven Magine-TV-Nutzern bietet das Unternehmen an, zu Zattoo zu wechseln. Dessen Premium-Angebot sollen sie zwei Monate lang kostenlos testen können. Kunden, die Magine TV für ein ganzes Jahr abonniert hatten, sollen einen Ausgleich erhalten, teilt Magine mit.


Zattoo gilt als Alternative zum klassischen Kabelfernsehen. Nutzer können damit Fernsehkanäle etwa über Smart TVs schauen. mas
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