Strategiepapier

Das ist die Agenda der Agof für 2019/2020

Björn Kaspring ist neuer Vorstandsvorsitzender der Agof
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Björn Kaspring ist neuer Vorstandsvorsitzender der Agof
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Die Agof hat ihre Schwerpunkte für die beiden kommenden Jahre festgelegt. Die zentrale Herausforderungen für die Branche sind nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung vor allem die Validierung von digitalen Kampagnen, Standards für die Bewertung von Daten und die Vergleichbarkeit von programmatischen und traditionell geplanten Kampagnen. 
Der Vorstand der Agof hat drei zentrale Themen identifiziert, denen man sich in den kommenden beiden Jahren widmen will. Diese Bereiche seien "zentrale Bestandteile der digitalen Wertschöpfungskette", für die aber bislang Standards oder belastbare Kennwerte fehlen.

Validierung von Mediakampagnen

Das wichtigste Projekt ist laut dem am Dienstag veröffentlichten Strategiepapier die Entwicklung und Einführung eines Marktstandards für die Kampagnenmessung und -optimierung. Nur ein einheitlicher Standard könne für Transparenz und Vertrauen in die Leistungen digitaler Kampagnen sorgen. Allerdings gebe es bislang keine vergleichbaren Maßstäbe, stattdessen würden unterschiedliche und teilweise widersprüchliche Einzellösungen miteinander konkurrieren. 


"Die Agof als die etablierte Grundlage der digitalen Mediaplanung will mit ihrem Standard für die Kampagnenvalidierung diese Lücke schließen und so Kampagnen anhand der Leistungskennziffern und auf gleicher Basis wie die vorangegangene Kampagnen­planung bewertbar machen", heißt es in dem Strategiepapier. Mit Unterstützung der Werbungtreibenden und Mediaagenturen werde die Agof "eine verlässliche, transparente Kampagnenkontrolle für den gesamten digitalen Markt entwickeln und anbieten", sowohl für klassische Display-Kampagnen als auch für Video- bzw. Streaming-Kampagnen, letzteres zusammen mit der AGF. 

Vergleichbarkeit von Programmatic und klassischen Kampagnen

Als zweiter Schwerpunkt wurde die Vergleichbarkeit von programmatischen und klassischen Kampagnen festgelegt. Die automatisierte Buchung aus Aussteuerung von Kampagnen werde zwar immer wichtiger, allerdings würden nach wie vor die meisten Kampagnen sowohl programmatisch als auch klassisch geplant und ausgesteuert. Dabei mangele es bislang an Metriken, um beide Elemente in der Planung miteinander zu verbinden und zu vergleichen. "Diese Brücke will die Agof schlagen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, beide Mediawelten miteinander zu verknüpfen, um damit für Planungssicherheit und Qualität in allen Bereichen der digitalen Mediaplanung zu sorgen", so die Ankündigung der Agof. 

Datenqualität

Neben der programmatischen Planung drängen weitere datenbasierte Geschäftsmodelle in den Markt. Allerdings fehle es im Markt noch weitgehend an allgemeingültigen Standards für eine Bewertung von Daten. Umso wichtiger sei daher ein Maßstab, mit dem die Qualität und Aussagekraft von Daten verlässlich bewertet werden können. "Die Agof will als neutrale Instanz an eben dieser Stelle für mehr Transparenz und Qualität sorgen, inner­halb ihrer eigenen Datenwelt, als auch darüber hinaus. Erklärtes Ziel der Agof ist es, sich als Referenz zur Kalibrierung dieser datenbasierten Geschäftsmodelle zu etablieren." 

Neben diesen drei Schwerpunkten will die Agof aber auch bestehende Projekte weiter vorantreiben. Dazu gehören unter anderem die Etablierung von Streaming-Leistungswerten in Kooperation mit der AGF Arbeitsgemeinschaft Videoforschung und die Ergänzung der Daily Facts um weitere digitale Endgeräte. dh
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