Social Media Ranking

Der große Hype der News-Portale ist vorbei

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Noch bleibt die Tagesschau an der Spitze, muss aber Verluste in Kauf nehmen
© Storyclash
Noch bleibt die Tagesschau an der Spitze, muss aber Verluste in Kauf nehmen
Nach Rekordzahlen im Vormonat nehmen die User-Reaktionen auf den Social-Media-Portalen von Nachrichtenseiten im April insgesamt deutlich ab. Doch es gibt Ausnahmen: Top-Aufsteiger ist n-tv, die Tagesschau verbleibt trotz Verlusten wie schon seit Jahresbeginn auf Platz eins des Rankings. Auch Prosieben kann weiterhin ein Plus an Interaktionen verzeichnen.
Das allgemeine Bedürfnis nach Nachrichten und entsprechender Interaktion zeigt im April absteigende Tendenzen. Zwar finden sich unter den Top 15 in dem von Storyclash ermittelten Ranking nach wie vor überwiegend News-Portale, doch fast alle haben Interaktionsverluste zu verbuchen. Einzig n-tv legt überraschend um 24 Prozent zu und steigt dank vermehrter Corona-Posts neu auf Platz 11 ein. Der Spiegel rutscht mit einem Minus von 26 Prozent um einen Rang nach unten.


Ironische Schlagzeilen und sensationsgetriebene Meldungen funktionierten im vergangenen Monat in der Summe weniger gut als zuvor: Der Postillion verliert 35 Prozent an Interactions, Bild 27 Prozent.

Unterhaltung ist jedoch gefragt - zumindest auf einem Portal: Pro Sieben macht weiter Boden gut und klettert im Ranking von Platz neun auf Platz sieben. An die hohen Interaktionszuwächse der vorangegangenen Monate (plus 37 Prozent im März und plus 42 Prozent im Februar) kann das Senderportal jedoch nur noch mit plus 5 Prozent anknüpfen.


Da sich auch im April wenig in puncto Sport ereignet hat, fahren Sky Deutschland (minus 23 Prozent) und der Kicker (minus 27 Prozent) weitere Verluste ein und rutschen beide um einen Platz ab.

Die Corona-Krise dominiert nach wie vor die meistgeklickten Posts. Den Spitzenplatz sichert sich mit fast 382.000 Interaktionen die Berliner Zeitung mit einem kritischen Kommentar zu Maskenpflicht und politischer Macht. Auf Platz zwei kann sich dann doch wieder der Postillion mit einer launigen Verschwörungstheorie zu Präsident Donald Trump einreihen, die es auf rund 365.000 Interaktionen bringt. hmb
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