Statt Screenforce Days – und darüber hinaus

So präsentiert die Ad Alliance sich und ihre Medien jetzt im Werbemarkt

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Business-Streaming für Werbekunden: Ad Now, das neue B-to-B-Portal der Ad Alliance
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Business-Streaming für Werbekunden: Ad Now, das neue B-to-B-Portal der Ad Alliance
Bildschirm statt Bühne: Nach dem Corona-Aus der Screenforce Days in diesem Jahr ersetzt Bertelsmanns Riesenvermarkter Ad Alliance (RTL-Gruppe, G+J, Spiegel) die Programmshow für seine Sendergruppe durch Content Marketing im Netz. Das neue B-to-B-Videoportal Ad Now soll Werbekunden und Mediaagenturen informieren, gar unterhalten. Und zwar nicht nur zu TV, sondern auch zu den Inventargattungen Print und Digital. Jetzt muss die Ad Alliance nur noch verhindern, dass Ad Now einer der viel zitierten Content-Friedhöfe wird.
Sendergruppen-CEO Bernd Reichart talkt mit Frauke Ludowig, RTL- und G+J-Inhaltechef Stephan Schäfer präsentiert Formate, Ad Alliance-Boss Matthias Dang teilt Gedanken zum Werbemarkt – und sein Verkaufschef Frank Vogel lädt sogar wechselnde Experten zum Kurzinterview. Den Anfang macht RTL-Forschungschefin Karin Immenroth.


"Ad Now entstand als Ersatz fürs TV-Screening auf den Screenforce Days", sagt Vogel gegenüber HORIZONT. Doch daraus sei mehr geworden: "Ein Mix-Content-Channel mit Informationen zu allen Gattungen, Interviews, Fallstudien und Tools für Mediaplaner." Man wolle die Inhaltskonzepte aller zu vermarktenden Medien individuell und häppchenweise abrufbar aufbereiten – "snackable", so Vogel. Dazu gehören nicht nur Filmschnipsel zum TV-Programm mit Blicken hinter die Produktionskulissen, sondern auch Video-Kurzinterviews mit den Chefredakteuren der G+J- und Spiegel-Titel über ihren Redaktionsalltag.

Nun müssen Marketingleute und Mediaplaner sich das alles nur noch anschauen, auf ihren Endgeräten in ihren Büros oder Homeoffices. Wie will die Ad Alliance verhindern, dass aus dem Portal einer der viel zitierten Content-Friedhöfe wird? "Natürlich bewerben wir Ad Now auf allen Kanälen, denn wir glauben logischerweise an Paid Media", sagt Vogel.


Über Ad Now will der Vermarkter seine "strategischen Säulen" abbilden, vor allem mit Blick auf Inszenierung und Technologie. Doch könnte daraus nicht noch viel mehr werden – nämlich ein Selbstbuchungstool, wie man sie von den US-Plattformen kennt? "Über Selbstbuchungstools denken wir intensiv nach, gerade auch für den Long Tail", sagt Vogel. "Ob diese zur Informationsbreite und zum Nutzerkreis von Ad Now passen, werden wir prüfen." Zunächst sieht er die Site als Ergänzung zum Internetauftritt der Ad Alliance, in der Anmutung des hauseigenen Streamingportals TV Now – und mit direkter Verlinkung dazu. rp
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