Springer-Vorstand Jan Bayer

"Wir müssen wieder produktbesessener werden"

Jan Bayer gibt das Spiel für Verlage im Werbemarkt noch nicht verloren
© Getty Images / Alexander Hassenstein / Alex Grimm)
Jan Bayer gibt das Spiel für Verlage im Werbemarkt noch nicht verloren
Gerade auf einem Zeitungskongress, der sich um Zukunftsfragen kümmert, sollte man gezielt auch mal in die Vergangenheit schauen. Die alten Verlegerpersönlichkeiten – was genau haben sie getan, bevor aus ihren danach gegründeten Zeitungen und Magazinen Millionenseller und Multi-Millionen-Geschäftsmodelle wurden?

Sie haben sich intensiv mit ihren Produkten und Nutzern beschäftigt – genauso wie heute die Verantwortlichen der Tech-Schmieden und Plattformen im Silicon Valley. Auch die reden heute wenig über ihre Firmenkultur, Technologie, Prozesse, Reichweiten und Renditen, sagt Axel-Springer-Vorstand Jan Bayer. Sondern über Kundennutzen. „Auch wir müssen wieder produktbesessener werden, wie ganz früher“, so Bayer jüngst auf dem 20. Bremer Verlagstreffen. Das hätten die Verlage verlernt über Jahrzehnte, als die Gewinne von ganz alleine sprudelten.

Dass das Erfolgsrezept der Vergangenheit zugleich eines der Zukunft sei, wisse eigentlich auch jeder. Und nicht nur das: Auch die eigenen Stärken, Schwächen und Pflichten seien bekannt. „Wir haben kein Wissensproblem, sondern ein Umsetzungsproblem“, sagt Bayer.

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