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DAZN beantragt Sendelizenz in Deutschland

DAZN bemüht sich um eine Sendelizenz in Deutschland
© Screenshot dazn.de
DAZN bemüht sich um eine Sendelizenz in Deutschland
Der Brexit hält Wirtschaft und Politik in Atem. Auch für bislang in Großbritannien lizenzierte Sender und Streamingdienste hat der Austritt der Briten aus der EU Konsequenzen: Um rechtlich auch künftig auf der sicheren Seite zu sein, müssen sie eine neue Sendelizenz in einem anderen EU-Staat beantragen. DAZN hat einen entsprechende Antrag bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) eingereicht. 
Wie DWDL.de berichtet, hat der britische Streamingdienst bereits im Dezember eine Lizenz bei der MABB beantragt. Dieser sei vor wenigen Tagen zur Überprüfung an die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich KEK weitergeleitet worden. DAZN hat eine Lizenz für Deutschland, Österreich, Italien und Spanien beantragt - also die Märkte, in denen der Dienst derzeit aktiv ist. Neben dem Sport-Streamingdienst für private Kunden umfasst der Antrag auch die beiden linearen Sender DAZN 1 Bar HD und DAZN 2 Bar HD für Sportbars.


Bislang ist DAZN mit einer Sendelizenz der britischen Ofcom ausgestattet, die auch für alle anderen EU-Länder gilt. Diese verliert bei einem Brexit allerdings ihre Gültigkeit außerhalb Großbritanniens. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, müssen Sender, die bislang mit einer Ofcom-Lizenz in anderen EU-Ländern aktiv sind, eine Sendelizenz in einem anderem EU-Land beantragen. 

Neben DAZN haben daher bereits eine Reihe weiterer TV-Unternehmen eine Sendelizenz in Deutschland beantragt. So bemühen sich Turner Broadcasting und NBC Universal Global Networks um eine Lizenz bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Discovery Communications wird wegen des Brexit sogar seine Europazentrale von London nach Amsterdam verlegen. dh
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