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Patrick Fischer verlässt das Unternehmen

PAtrick Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung Sport 1 Media
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PAtrick Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung Sport 1 Media
Wechsel an der Spitze von Sport 1 Media: Patrick Fischer, der Vorsitzende der Geschäftsführung, verlässt nach HORIZONT-Informationen das Unternehmen. Sport 1 "kommentiert die Gerüchte nicht", wie ein Sprecher sagt. Fischer ist seit 2014 Vorsitzender der Geschäftsführung des Vermarkters von Sport 1. Zuvor war er Director Digital bei Burda Intermedia Publishing. Wohin es Fischer zieht, ist nicht bekannt. Für Sport 1 ist der Abgang ein Verlust in ohnehin schwierigen Zeiten.
2017 war die Zukunft von Sport 1 ungewiss: Die Constantin-Großaktionäre Dieter Hahn und Bernhard Burgener lieferten sich einen Machtkampf um die künftige Ausrichtung des Unternehmens. Die beiden hatten unterschiedliche Vorstellungen darüber, ob sich Constantin auf Film oder Sport konzentrieren solle. Hahn wollte die Filmsparte verkaufen, Burgener war dagegen. In diesem Zuge wurde auch über einen Verkauf von Sport 1 gesprochen. Am Ende setzte sich Burgener durch. Seither konzentriert sich Constantin auf die Sportsparte, die von Olaf Schröder geführt wird, der seit Oktober 2014 Vorsitzender der Geschäftsführung von Sport 1 und seit August 2017 auch Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien ist.

Der Streit hat jedoch in den Bilanzen Spuren hinterlassen. Der Umsatz im Sportgeschäft lag im Geschäftsjahr 2017 bei rund 139 Millionen Euro und damit um 13,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nachdem der Produktionsrahmenvertrag der Constantin-Tochter Plazamedia mit Sky Ende Juni 2017 ausgelaufen ist, blieb das Neukundengeschäft unter den Erwartungen. Das schlägt sich auch noch negativ in der Bilanz für 2018 nieder. Um so wichtiger ist eine gute Entwicklung der Werbevermarktung.

Die Zuschauermarktanteile von Sport 1 waren 2017 konstant. Im Jahrestrend kommt der Sender derzeit auf 0,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Allerdings hat der Sportkanal wichtige Sportrechte wie Champions League und 2. Bundesliga am Montagabend verloren und muss nun mit anderen Sportarten als dem quotenträchtigen Fußball im Zuschauer- und Werbemarkt überzeugen. pap



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