Spiegel, Stern, Focus und Zeit

Vier Dickschiffe melden der IVW keine Heftauflagen mehr

Große Wochentitel wollen keine IVW-Auflagen mehr melden
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Große Wochentitel wollen keine IVW-Auflagen mehr melden
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Auch eine Art von Schulterschluss: Spiegel, Stern (Gruner + Jahr), Focus (Burda) und Zeit wollen ab 2019 keine heftbezogenen Auflagen mehr veröffentlichen. Die vier Verlage haben bei der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) kurz hintereinander entsprechende Kündigungen eingereicht. Die Entscheidung ruft bei Kunden und Agenturen heftigen Protest hervor. "Ein Rückzug der Verlage aus dieser unabhängigen Auflagenprüfung führt zu Intransparenz und ist für die werbenden Unternehmen nicht hinnehmbar", sagt Joachim Schütz, Geschäftsführer der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM). "Der Entschluss könnte die Gattung Print nachhaltig beschädigen", warnt Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer des Agenturverbandes OMG.

Zusätzlich zu den traditionellen Quartalsmeldungen gibt es seit 1996 das "System heftbezogener Auflagenmeldungen", das die Nachrichtenmagazine und die Wochenzeitung nun aufkündigen. Es war seinerzeit auf Druck von Kunden und Agenturen entstanden, die auf den Daten ihre Planung optimieren. Seither wird auf Garantieauflagen geplant. Die Zahlen werden daher laut Schulz intensiv für Planung, Einkauf und Abrechnung genutzt: Verfehlt ein Titel die Garantiewerte, werden Nachforderungen fällig.

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