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Facebook rollt Videoplattform Watch global aus

Facebook Watch ist ab Donnerstag weltweit verfügbar
© Facebook
Facebook Watch ist ab Donnerstag weltweit verfügbar
Facebook baut seine Aktivitäten im Bereich Video weiter aus. Ab Donnerstag ist Facebook Watch weltweit verfügbar, ein Jahr nach dem Start in den USA. Mit der Plattform wolle man die "Lagerfeuermomente" des klassischen Fernsehens in die digitale Welt überführen, kündigt das Unternehmen vollmundig an. Zeitgleich mit dem globalen Launch von Facebook Watch werden auch die Werbemöglichkeiten für Publisher erweitert. 
In der neuen Videorubrik werden Nutzern ein personalisierter Videofeed und eine Watch-Liste mit Videos von abonnierten Seiten angezeigt. Die Auswahl im Videofeed richtet sich ähnlich wie der klassische Facebook-Newsfeed nach den Interessen des jeweiligen Nutzers. In der Watchlist, die über dem Feed angezeigt wird, werden Videos von Seiten angezeigt, denen man folgt. Diese Watchlist ist außerdem personalisierbar. 


Für die bereits erwähnten "Lagerfeuermomente" sollen eine Reihe von Tools sorgen, die in den kommenden Wochen und Monaten eingeführt werden. Dazu zählen zum Beispiel "Watch-Parties", bei denen Faceboook-Gruppen gemeinsam Videos schauen können, oder Quiz- und Umfrage-Tools, die die Interaktion zwischen den Zuschauern fördern soll. Außerdem sollen Live-Videos leichter zu finden sein, damit die Nutzer sich über aktuelle Ereignisse austauschen können. "Das Schauen von Videos muss kein passives Erlebnis sein", erklärt Fidji Simo, Vice President Video von Facebook. "Wir wollen den Nutzern ein aktives Erlebnis bieten." Die Videoplattform ist zunächst auf den Android- und iOS-Apps verfügbar, die Desktop-Version folgt in den kommenden Tagen. 

Aktuell werden bei Watch Videos von verifizierten Publishern und von Seiten mit mehr als 5000 Followern angezeigt. Dazu gehören Newspublisher wie Spiegel Online, Zeit Online und Promiflash, TV-Sender wie ARD, ZDF, RTL, Sat 1 und Arte, aber auch Seitenbetreiber wie Borussia Dortmund und Videos von Influencern und Content Creators wie Janina Uhse oder Freekickerz. Eigenproduzierte Inhalte spielen nur eine untergeordnete Rolle.


Durch die Ausweitung der Werbemöglichkeiten will Facebook die neue Plattform für Publisher attraktiv machen und weitere Partner gewinnen. Zunächst stehen Pre-Roll- und Mid-Roll-Formate sowie Image-Anzeigen direkt unter dem jeweiligen Video zur Verfügung. Um sich für das Monetarisierungsprogramm zu qualifizieren, müssen die Videos der Publisher mindestens drei Minuten lang sein und in den vergangenen zwei Monaten mindestens 30.000 Ansichten von einer Minute Länge vorweisen können. Die Seite muss zudem mindestens 10.000 Follower haben. In Deutschland ist das Programm ab September verfügbar. 

"Unser Ziel ist es, Creator und Videoproduzenten die nötigen Tools zur Verfügung zu stellen, um über Facebook nachhaltige Einnahmen zu generieren. Die Förderung einer aktiven, engagierten Community und längerer Videoinhalte, über die sich Zuschauer austauschen und zu denen sie regelmäßig zurückkehren, sind der Schlüssel zum Erfolg", erklären Maria Smith, Product Management Director, und Paresh Rajwat, Product Management Director von Facebook. dh
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