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Twitter will offenbar Like-Button wieder entfernen

 Twitter will seinen Like-Button wieder killen
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Twitter will seinen Like-Button wieder killen
Twitter plant einem Medienbericht zufolge offenbar die Abschaffung seines Like-Buttons. Gründer und CEO Jack Dorsey habe sich bei einer internen Twitter-Veranstaltung unglücklich gezeigt über den herzförmigen Button, mit dem die User ausdrücken können, dass ihnen ein Posting gefällt. Er sei "kein großer Fan" davon. Das Feature soll jetzt verschwinden - auch, um die Qualität der Debatten auf dem Kurznachrichtendienst zu verbessern, heißt es.
Das Verschwinden des herzförmigen Buttons soll laut dem britischen "Telegraph" im Zuge von Twitters Plänen geschehen, die Qualität von Debatten auf der Plattform zu verbessern. Das Feature wurde 2015 eingeführt und ersetzte damals das "Favoriten"-Symbol. Der Stern für Favorisierungen sei gerade für Neulinge "ab und an verwirrend" gewesen, erklärte Twitter damals. "Nicht alles, was man mag, ist auch gleich ein persönlicher Favorit." Das Herz-Symbol als Pendant zum Facebook-Like sollte Abhilfe schaffen.


Doch offenbar soll CEO Dorsey laut "Telegraph" nicht zufrieden sein mit dem Tool. Der Kurznachrichtendienst meldet sich auf seiner eigenen Plattform zu den Gerüchten und kommentiert: "Wie wir bereits seit einiger Zeit sagen, überdenken wir alle Features, um eine gesunde Konversation zu gewährleisten. Das betrifft auch den Like-Button. Wir sind noch am Anfang unserer Arbeit und können noch keine Pläne veröffentlichen."
Die Like-Funktion in sozialen Netzwerken wird seit geraumer Zeit auch von Psychologen kritisiert. Eine Studie der University of California beispielsweise will herausgefunden haben, dass das übermäßige Liken von Beiträgen anderer Nutzer mit schlechterer mentaler und physischer Gesundheit und einer "verringerten Lebenszufriedenheit" verbunden ist. Twitter ist seit jeher immer wieder wegen Usern in die Schlagzeilen geraten, die auf der Plattform Hate Speech und Fake News verbreitet haben.

Twitter hatte in den vergangenen Monaten diverse Maßnahmen eingeleitet, um Hetze, Spam und gefälschte Profile von der Plattform zu verbannen, über die unter anderem Spam und politische Propaganda verbreitet werden. Zuletzt hatte der Kurznachrichtendienst gesperrte Accounts von den Abonnenten-Zahlen abgezogen, wodurch viele Nutzer Follower verloren. ron
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