Social Commerce

Pinterest führt neue Shopping-Funktionen für Unternehmen ein

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So sehen Pinterests Shopping-Anzeigen aus
Social Commerce ist ein Mega-Trend im Marketing. Nicht zuletzt Instagram hat in den vergangenen Monaten vorgemacht, wie sich soziale Netzwerke immer mehr zu Einkaufsplattformen entwickeln. Nun zieht ein großer Wettbewerber nach: Pinterest startet in Deutschland und drei weiteren europäischen Märkten eine Funktion, mit der Unternehmen ihr gesamtes Sortiment hochladen und daraus Shopping-Anzeigen erstellen können.


Die sogenannte Katalog-Funktion gab es bislang in den europäischen Märkten nicht. Nun wird sie für ausgewählte Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien freigeschaltet. Hierzulande gehören Otto, Fossil und Home24 zu den Testkunden, die mit diesem Feature experimentieren dürfen. Pinterests Hoffnung: Produkte sollen sich auf der Plattform viel einfacher bewerben lassen als bisher.

Über die Katalog-Funktion können Unternehmen ihren kompletten Produktkatalog bei Pinterest hochladen und die einzelnen Artikel in kaufbare Produkt-Pins umwandeln. Aus diesen Produkt-Pins können dann Anzeigen erstellt werden. Die Unternehmensprofile wurden dazu überarbeitet und dynamisch gestaltet. Über das neue Feld "Shop" können Nutzer direkt über das Pinterest-Profil kaufen und Traffic für die Händlerseite generieren.Bei Otto verspricht man sich von dieser Maßnahme vor allem "gezielter ausgespielte" Shopping-Anzeigen, wie Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands bei dem Versandhändler, sagt. "Pinterest ist für uns ein sehr spannender Kanal. Zum einen passt er inhaltlich hervorragend zu unserer strategischen Stoßrichtung 'Home & Living', darüber hinaus erreichen wir unsere Zielgruppe in einem ganz neuen Kontext. In diesem Umfeld lässt sich der User schließlich gerne inspirieren und ist offen für neue Ideen."

Erst in der vergangenen Woche hatte Pinterest kaufbare Pins, sogenannte Produkt-Pins, in die visuellen Suchergebnissen über die Lens-Funktion integriert. Mit dem Feature können User Objekte im echten Leben scannen, um ähnliche Produkte vorgeschlagen zu bekommen. Pinterests visuelle Suchtechnologie Lens kann eigenen Angaben zufolge mehr als 2,5 Milliarden Objekte in den Kategorien Home und Fashion erkennen.

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So sehen Pinterests neue Unternehmenspofile aus
Social Commerce, also das Einkaufen in sozialen Netzwerken, hat sich in den vergangenen Monaten zu einem Mega-Trend im Marketing entwickelt. Die Plattform, die in diesem Bereich zuletzt das Tempo vorgegeben hat, war Instagram. Die Facebook-Tochter wandelt sich derzeit von einem simplen Bilderdienst zu einer großen Shopping-Plattform. Seit März können Nutzer für ein Produkt sogar direkt in der App bezahlen - ohne die Plattform verlassen zu müssen.