Snap-Chefin

Marianne Bullwinkel wird neue Geschäftsführerin von RMS

Marianne Bullwinkel wechselt zu RMS
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Marianne Bullwinkel wechselt zu RMS
RMS hat einen Nachfolger für seinen scheidenden Geschäftsführer Matthias Wahl gefunden - beziehungsweise eine Nachfolgerin: Marianne Bullwinkel, derzeit Deutschland-Chefin von Snap, wird ab Oktober Sprecherin der Geschäftsführung des Audiovermarkters. Wahl scheidet damit vor Ablauf seines Vertrags aus dem Unternehmen aus. 
Zur Erinnerung: Wahl, seit 2017 Sprecher der Geschäftsführung von RMS, hatte Anfang des Jahres angekündigt, seinen Ende April 2020 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern - offiziell aus privaten Gründen. Hinter den Kulissen soll es allerdings auch Meinungsverschiedenheiten zwischen Wahl und den Gesellschaftern der RMS gegeben haben. 


Mit Marianne Bullwinkel hat der Audio-Vermarkter nun jedenfalls eine hochkarätige Nachfolgerin für Wahl gefunden. Die 51-Jährige Medienmanagerin kann eine eindrucksvolle Vita vorweisen: Nach ihrer ersten Station bei der Mediaagentur Zenith More Media stieg sie bereits mit 29 Jahren bei Initiative Media zur Geschäftsführerin auf. Nach 22 Jahren auf Agenturseite wechselte sie zunächst als Geschäftsführerin von IQ Media zur Verlagsgruppe Handelsblatt. In den vergangenen Jahren verantwortete sie zunächst das Geschäft von Facebook in den deutschsprachigen Ländern, seit 2017 war sie DACH-Chefin der Snapchat-Mutter Snap. 

"Es freut mich außerordentlich, dass Marianne Bullwinkel noch in diesem Jahr die Spitzenposition bei RMS übernehmen wird. Es gibt kaum eine Mediapersönlichkeit, die über eine ähnliche Bandbreite, Expertise und Erfahrung verfügt wie sie", betont Kai Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender von RMS. "Sie ist die absolute Idealbesetzung und unsere Wunschkandidatin, um die führende Marktposition von RMS weiter zu stärken und auszubauen." 


Bullwinkel selbst sagt zu ihrer neuen Aufgabe: "Ich freue mich unheimlich, dass ich ab Herbst die Chance haben werde, die dynamische Entwicklung im Audiomarkt mitzugestalten. Für mich schließt sich ein Kreis: Als Mediaplanerin war ich Radio-Expertin, und bis heute ist Radio für mich ein faszinierendes Medium. Ich hätte mir damals nicht träumen lassen, einmal an der Spitze des führenden Radiovermarkters zu stehen. Die Relevanz des Radios als einem der wenigen verbleibenden Massenmedien, gepaart mit den innovativen Entwicklungen im digitalen Markt, machen die Aufgabe bei RMS so spannend." 

RMS profitiert derzeit von dem aktuellen Audioboom, der durch neue digitale Plattformen und Podcasts zusätzlich befeuert wird. Auch in der klassische Vermarktung läuft es für die Gattung derzeit rund. Die Radiosender stehen wie alle klassischen Medien gleichwohl vor der Herausforderung, sich für das digitale Zeitalter zu rüsten. 

Bereits seit März geklärt ist die Nachfolge des Geschäftsführers Verkauf, Alexander Sempf, der seinen Ende 2020 auslaufenden Vertrag ebenfalls nicht verlängert hat. Nachfolger von Sempf wird Cord Hollender, aktuell Bereichsleiter Verkauf & Services des Hamburger Vermarkters. 

Snap hat dem Vernehmen nach bereits ebenfalls einen Nachfolger für Bullwinkel gefunden. Wer ihr bei dem sozialen Netzwerk nachfolgt, ist aber noch nicht bekannt. Claire Valoti, VP International bei Snap, schickt der scheidenden Deutschland-Chefin warme Worte hinterher: "Ich möchte Marianne für ihren Beitrag zum Unternehmen in den letzten zwei Jahren danken. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, unser lokales Team und unser Publikum in der DACH-Region zu vergrößern und zu erkennen, dass Snapchat der stärkste Weg für Marken ist, um Gen Z zu erreichen. Wir wünschen ihr alles Gute für ihre neue Rolle." dh
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