Silke & Holger Friedrich

Die Berliner Zeitung ersetzt ihre Wochenendausgabe durch ein Magazin

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Links die bisherige Sonnabendausgabe der Berliner Zeitung. Sie wird ersetzt durch ein Magazin im Zeitungsformat
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Links die bisherige Sonnabendausgabe der Berliner Zeitung. Sie wird ersetzt durch ein Magazin im Zeitungsformat
Vierzig Seiten Umfang, luftiges Layout, große Fotos, kaum Nachrichten (und auch keine Anzeigen). So sieht eine Nullnummer aus, die HORIZONT vorliegt. Und so glaubt Holger Friedrich wohl, am Wochenende neue und vor allem junge Leser zu gewinnen. 3,60 Euro statt bisher 2,50 Euro soll die Berliner Zeitung dann sonnabends kosten.

Deutlich ruhiger ist es geworden um die Berliner Zeitung, seitdem ihre Eigentümer, Silke und Holger Friedrich, nicht mehr ständig die Öffentlichkeit suchen und nach der Stasi-Geschichte keine größere Skandale bekannt wurden. Einen Chefredakteur hat die Zeitung trotzdem nach wie vor nicht. Der letzte, Matthias Thieme, ist inzwischen Chefredakteur von Finanztest. Silke Friedrich wirkt desillusioniert vom Mediengeschäft und taucht nur noch selten auf in Verlag und Redaktion – ganz anders als ihr Mann.

Gelegt hat sich aber auch die öffentliche Wahrnehmung für das, was in der Zeitung steht. Nur manchmal schlägt das Pendel aus, etwa wenn der sich für die geopolitsche Berichterstattung zuständig erklärte Herausgeber Michael Maier ein geradezu verstörend gefälliges Porträt des deutschsprachigen Ablegers von Russia Today (RT DE) zeichnet. Darin stellt er den Staatssender nicht als das dar, was er ist – ein zu Propagandazwecken genutztes Desinformationsmedium – sondern als gleichwertig zur Deutschen Welle. Auch am Dienstag gab es einen kleinen Aufreger.


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