Sensationelle Berichterstattung

Medienaufsicht beanstandet "RTL 2 News" / Sender spricht von Fehler

Das Team der RTL 2 News
© RTL 2
Das Team der RTL 2 News
Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten hat eine Ausgabe der Nachrichtensendung "RTL 2 News" beanstandet. In der Sendung wurden die jugendlichen Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls gezeigt.
In der Sendung vom 21. August 2018 berichtete der Sender über einen Verkehrsunfall und zeigte dabei in zwei kurzen Sequenzen, wie eines der jugendlichen Unfallopfer rücklings aus dem Auto heraushing und ein Opfer mit dem Gesicht nach oben auf dem Boden lag. Im Bericht wurde erwähnt, dass zwei der Jugendlichen noch am Unfallort verstarben.


Nach Meinung der ZAK verstieß der Sender damit gegen den Rundfunkstaatsvertrag und den Pressekodex. Dieser schreibt vor, dass auf eine unangemessen sensationelle Berichterstattung von Gewalt, Brutalität und Leid verzichtet werden sollte. Im Interesse des Schutzes der Opfer und deren Angehörigen müsse ein journalistisches Interesse an der möglichst authentischen Berichterstattung über einen Unfall in derartigen Fällen in aller Regel zurücktreten.

Der Sender betont, dass die fraglichen Bilder in dem beanstandeten Beitrag versehentlich gezeigt wurden. "
RTL 2 nimmt die Einhaltung der Programmgrundsätze und journalistischen Grundsätze außerordentlich ernst", teilt ein Sprecher mit. "Bei seitens der ZAK beanstandenden Sequenz handelt es sich um einen Fehler, der im Rahmen der betreffenden Nachrichtenproduktion entstanden ist und zu einer ungewollten Ausstrahlung des betreffenden Bildmaterials geführt hat." dh
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